Hermann Heimeier „Pop for Beginners“ #2 (Mit Hörbeispielen)

© Sandra LabschNachdem ich Euch vorgestern das erste Heft der „Pop for Beginners„-Reihe von Hermann Heimeier vorgestellt habe *klick*, folgen heute weitere Hörbeispiele und Gedanken zu Band 2 & 3.

Mir hat es wirklich Spaß gemacht, die Stücke aufzunehmen, denn ich musste mich mit Rhythmen auseinandersetzen, die im klassischen Bereich alles andere als Standard sind. So konnte ich mein Rhythmus-Repertoire erweitern und habe einige Praxis gewonnen. Pop- und Jazzmusiker werden diese Rhythmen vermutlich eher auditiv vermitteln, als den Schüler mit den Noten und ohne eine Klangvorstellung nach Hause zu schicken.

Mir ist Rhythmus nie leichtgefallen und wirklich verinnerlicht habe ich das Thema erst mit Verwendung der Rhythmussprache nach Edwin E. Gordon (worüber ich meine Diplomarbeit geschrieben habe). Auch bei den folgenden Aufnahmen hat mir die Rhythmussprache extrem geholfen.

© Sandra Labsch - Scan

South Africa - Sandra Labsch     

Too Much Tequila - Sandra Labsch     

Just For Fun - Sandra Labsch     

May Be - Sandra Labsch     

Follow Me - Sandra Labsch     

I'm So Happy - Sandra Labsch     



© Sandra Labsch - Scan
Six-Pack - Sandra Labsch     

Rock Me - Sandra Labsch     

Time Out! - Sandra Labsch     

Small Talk - Sandra Labsch     

Discovery - Sandra Labsch     

Rolling Stone - Sandra Labsch     



Im zweiten und dritten Heft von „Pop for Beginners“ gibt es einige Stücke, in denen in beiden Händen gleichzeitig zweistimmig gespielt werden soll. Wie beispielsweise „Love Song„, „Sweet Mama“ (Band 2) „Thinking About You“ oder „I Can See„(Band 3). Ich habe keines dieser Stücke aufgenommen, denn ich finde das sehr schwer. Zu diesen Stücken habe ich keinen Zugang gefunden und ich hatte auch keine Lust, mich dieser Herausforderung zu stellen. In meinem bisherigen Leben ist mir so gut wie kein Stück begegnet, in dem man in beiden Händen gleichzeitig zweistimmig zu spielen hätte.

Von den zwölf Hörbeispielen ist mir „Follow Me“ am schwersten gefallen. Dieses Stück hat erstaunlicherweise erst dann funktioniert, als ich den Rhythmus verinnerlicht hatte und während des Spielens an etwas Anderes dachte. Sobald ich mich (besonders in den ersten drei Zeilen) auf das Stück konzentrierte, habe ich mich verspielt. Sehr interessant. 😉

Bei „I’m So Happy“ hat mich die Tempoangabe überrascht. Ich hätte das Stück schneller und mit mehr Energie gespielt.

Im dritten Band muss die Tempoangabe von „Six-Pack“ falsch sein, denn das Stück ist im 6/8 Takt notiert und die Empfehlung zeigt, dass die Viertelnote mit hundert Schlägen pro Minute gespielt werden soll. In einem 6/8 Takt sollte man die Achtel oder die punktierte Viertel fühlen, definitiv nicht die Viertel-Note. Dieses Stück war eine kleine Herausforderung, denn es wäre mir leichter gefallen, wenn es im 3/4 Takt notiert gewesen wäre. Kurz zum Verständnis: In einem Dreiertakt empfinde ich die 1.,3. und 5. Achtel als wichtig. In einem Sechsertakt die 1. und die 4. Achtel.

Der Titel „Rock Me“ hat mich überrascht, denn das Stück soll verswingt gespielt werden. Ein Rock wird normalerweise immer binär, nie ternär gespielt. (Eine Erklärung der Begriffe gibt es in diesem Artikel.) Mir gefällt das Stück, der Kontrast ist sehr reizvoll!

So,  genug Gedanken zu den Heften. 🙂 Die Hörbeispiele sind allemal aussagekräftig und ob der Stil gefällt, wird jeder für sich selbst entscheiden müssen. Ich persönlich ziehe im Unterricht Stücke mit Pedal vor. Die meisten meiner Schüler haben kein ausgeprägtes rhythmisches Talent und leider auch wenig Lust, sich in diesem Bereich größeren Aufgaben zu stellen.

Die „First PianoPop„-Hefte von Hermann Heimeier werde ich mir demnächst bestellen. Hier ist der rhythmische Anspruch sicher nicht so hoch. Schöne, ganz leichte Stücke kann ich gebrauchen. Ich bin gespannt, ob ich fündig werde.

Eure Sandra

Anzeige
Zum Shop von ZauberKlavier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.