Meine Pläne 2017-2018 – Inspirationen für Klavierspieler & Klavierlehrer #1

Hallo ihr Lieben,

in den letzten Monaten ist viel bei mir passiert und ich habe beschlossen, in der zweiten Jahreshälfte eine kleine Auszeit vom Unterrichten zu nehmen. Pläne für diese Zeit (und die danach) habe ich viele und in diesem Artikel halte ich meine Vorhaben fest. Vielleicht ist für euch die ein oder andere Inspiration dabei und ich bin sehr gespannt auf euer Feedback.

Ehrlich gesagt freue ich mich nach 16 Jahren unterrichten sehr auf die Pause und bin dankbar über mein zweites Standbein, den ZauberKlavier-Verlag. Sicher habt ihr gemerkt, dass dieses Jahr weder auf meinem Blog noch in meinem Verlag viel passiert ist. Es war einfach nicht genug Energie übrig, mich darum zu kümmern. Jedenfalls nicht in der Intensität, die ich mir gewünscht hätte. Auch wenn mir das Unterrichten viel Freude macht – die Arbeit mit Menschen empfinde ich als viel anstrengender als das Bloggen, Komponieren und Verlegen. Weiterlesen

Rhythmus – den Unterschied zwischen 3/4- und 6/8-Takten fühlen

Hallo Ihr Lieben,

kennt ihr den Unterschied zwischen einem 3/4- und einem 6/8-Takt? Könnt ihr den Unterschied spielen und hören? Heute habe ich einen Tipp für euch, wie ihr ein sicheres Gefühl für diese beiden ähnlichen und doch unterschiedlich klingenden Taktarten und deren Rhythmus bekommen könnt.

Die heutige Idee ist besonders gut bei 3/4-Takt-Stücken anwendbar, in denen die Takte Achtelnoten enthalten. Der 6/8-Takt enthält fast immer Achtelnoten.

Dazu habe ich zwei Kurzversionen eines meiner Stücke aus Charming Moments Vol. 1 vorbereitet. Das Original von „Sleeping“ steht im 6/8-Takt und die zweizeiligen Kurzversionen sind einmal im 6/8-Takt und einmal im 3/4-Takt notiert. Die rechte Hand spielt in beiden Versionen fast ausschließlich Achtelnoten und es ist ziemlich spannend, den Unterschied herauszuarbeiten. Am Ende des Artikels könnt ihr die Klaviernoten dazu kostenlos downloaden.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr nicht direkt einen Unterschied hört und es auch eine Weile dauert, bis ihr ein Gefühl für diese beiden Taktarten bekommt. Einfach dranbleiben und ein bisschen Geduld haben. Irgendwann wissen eure Ohren, worauf sie achten sollen. Weiterlesen

Kreativ am Klavier – Wellenmusik 2.1 – Aus einer Akkordfolge ein Klavierstück zaubern

Klavierstück aus Akkorden, Dreiklänge, Wellenmusik, kostenlose Klaviernoten, Harmonisch Denken, Improvisieren KlavierHallo ihr Lieben,

kreativ am Klavier ist das Thema meines heutigen Artikels. Ich zeige euch, wie ihr aus einer schönen Akkordfolge ein Klavierstück zaubern könnt. Wenn das Muster einmal in den Fingern ist, habt ihr eine sehr effektvolle und vielseitige Komposition parat. Die Klaviernoten zu meiner heutigen Idee gibt es am Ende des Artikels  als kostenlosen Download.

Mit der „Wellenmusik“ aus dem ersten Band der Klavierschule „123 Klavier“ von Claudia Ehrenpreis und Ulrike Wohlwender begann meine kreative Entdeckungsreise zum Thema harmonische Klavierstücke. In dem Artikel „Komponieren #1 – Wellenmusik“ könnt ihr das Stück im Original hören. Weiterlesen

Quicktipp #8 – Dreiklänge unterscheiden

Hallo Ihr Lieben,

könnt ihr euch nicht merken, wie man einen Dur- und einen Moll-Dreiklang unterscheiden kann? Dass bei dem einen Dreiklang zuerst die große und dann die kleine Terz und bei dem anderen Dreiklang zuerst die kleine und dann die große Terz kommt, wissen viele Klavierspieler. Aber welcher Dreiklang ist nun Dur und welcher Moll? Heute habe ich einen kleinen Trick für euch.

Falls ihr gerade erst angefangen habt mit Klavierspielen und euch bereits die Begriffe kleine und große Terz verwirren, könnt ihr in diesem Artikel genau nachlesen, wie Dreiklänge aufgebaut sind.

Wichtig für den Trick ist es, immer von links nach rechts zu lesen. Vergewissert euch, ob der Dreiklang aus einer kleinen und einer großen Terz besteht. Das geschieht durch Zählen der Halbtonschritte oder durch Zählen der übersprungenen Tasten. Und dann schaut ihr, welche Terz zuerst kommt. Weiterlesen

Klavierlehrer-Interview #9 – Linda Dillmann

Foto Linda DillmannWo und seit wann unterrichtest Du?

Dieses Jahr sind es genau zwanzig Jahre. Ich habe bereits vor Beginn meines Studiums unterrichtet, und schlidderte da eher zufällig rein, weil der Bruder einer Klarinettenschülerin eine Klavierlehrerin suchte. Aber schon nach kurzer Zeit wusste ich, dass es genau das ist und liebte das Unterrichten.
Zur Zeit unterrichte ich in Heusenstamm bei Offenbach meine Privatschüler. An einem Nachmittag pro Woche unterrichte ich zudem in der Freien Musikschule Rodgau.

Wen und was unterrichtest Du?

Ich unterrichte alle Schwierigkeitsstufen, fast immer im Einzelunterricht. Zwei Sechsjährige bilden zur Zeit die Ausnahme. Sie haben gemeinsam Unterricht, das kann ganz schön schweißtreibend sein, damit beide beschäftigt sind und sich nicht langweilen, ist aber auch sehr ergiebig.
Mein Schwerpunkt ist die Klassik, aber auch Popmusik und Ähnliches findet ihren Raum. Im Verlauf des Erlernens von Musiktheorie kommt auch Improvisation vor, und ich ermutige und unterstütze meine Schüler auch, sich auszuprobieren und selbst zu schreiben.

Was sind Deine wichtigsten Ziele im Unterricht?

Eines meiner Ziele ist, „mich überflüssig zu machen“, sodass der Schüler sich irgendwann Stücke selbst erarbeiten kann.
Das zweite wichtige Standbein ist es, „Musik zu machen“, und nicht nur Töne zu spielen. Denn Perfektion beeindruckt nur für kurze Zeit, aber Musikalität bewegt Menschen, und man überhört gerne, wenn auch mal ein Finger danebengreift. Weiterlesen