Rhythmus üben von Anfang an – Rhythmusübungen für Unterricht & zu Hause (mit kostenlosem Download)

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Rhythmusübungen gibt es viele, doch wenige davon sind so kurzweilig, pianistisch wertvoll und vielseitig kombinierbar wie die folgenden Rhythmus-Trainingseinheiten. So übe ich Rhythmus mit meinen jugendlichen und erwachsenen Anfängern – ganz praktisch am Klavier. Die kleinen Etüden lassen sich prima in jede Klavierstunde integrieren, da sie nur wenige Minuten dauern. So wird Rhythmusüben selbstverständlich, praktikabel und macht auch zu Hause Spaß.

Wie gewohnt kannst du dir die heute vorgestellten Übungen in der Rubrik „kostenlose Klaviernoten“ in meinem ZauberKlavier-Shop (shop.zauberklavier.de) downloaden. Die Rhythmuskärtchen mit Viertel- und Achtelnoten wird es im nächsten Artikel als Download geben, denn das Thema Rhythmus liegt mir sehr am Herzen.

Rhythmusübungen für Anfänger

Für wen sind die Rhythmusübungen?

Ich arbeite mittlerweile fast ausschließlich mit Jugendlichen und Erwachsenen und es fasziniert mich, wie ältere Anfänger lernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Spielen auf schwarzen Tasten, die Verwendung des Pedals und die Unterteilung von Pulsschlägen (in Achtelnoten & Triolen) bereits innerhalb der ersten Wochen thematisiert und geübt werden sollte. Verpasst der Lehrer dieses Zeitfenster, scheint es für nicht wenige der älteren Anfänger später kaum noch möglich zu sein, diese Herausforderungen mit einer gewissen Natürlichkeit zu meistern. Dann fühlt sich beispielsweise das Spielen auf schwarzen Tasten immer „falsch“ an. Auch gibt es bei vielen erwachsenen Anfängern einen Punkt, ab dem sie sich nicht mehr auf etwas Neues einlassen wollen.

Die heute vorgestellten Rhythmusübungen können ab der ersten Klavierstunde genutzt werden, da sie ganz einfach zu spielen sind. Ich spiele sie vor und der Schüler spielt sie nach. Wir üben das Zählen und die Rhythmussprache. Natürlich ist es auch sehr wichtig, Rhythmus ganz bewusst ohne Klavier zu üben. Klopfen, klatschen, patschen oder in der Bewegung (laufen, tanzen) bietet sich hier an. Meiner Erfahrung nach werden Rhythmusübungen aber lieber zu Hause geübt, wenn sie am Klavier gespielt werden können. Besonders bei den älteren Anfängern.

Rhythmen als ganze Takte lernen

Es werden ganze Takte (Vierer- und Dreiertakte) geübt, die aus einer Mischung von Viertelnoten und Achtelnoten bestehen. Wir beginnen mit einem einzelnen Takt, welcher mehrmals wiederholt wird.

Wenn wir dies mit dem Erlernen einer Fremdsprache vergleichen, würden wir also keine einzelne Vokabel, sondern direkt einen kurzen Satz lernen. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus ist das wesentlich sinnvoller und nachhaltiger. Eine einzelne Vokabel weiß ich oft nicht korrekt zu verwenden, aber ein ganzer Satz bleibt im Gedächtnis und kann angewendet werden. Faszinierend fand ich das Buch „Sprachen lernen: Der Schlüssel zur richtigen Technik“ von Robert Kleinschroth (Rowohlt). Für das Gehirn scheint es keinen Unterschied zu machen, ob wir eine einzelne Vokabel oder direkt einen kurzen Satz lernen. Und ich vermute, dass es beim Thema Rhythmus ähnlich ist.

Rhythmus unabhängig von Melodie

Der Fokus bleibt auf dem Rhythmus, da die in Tonschritten auf- und absteigende Melodie keine große Aufmerksamkeit braucht und auch relativ uninteressant für das Ohr ist. Ein großer Vorteil der Rhythmusübungen ist, dass es keine Kopplung zwischen einer bestimmten Melodie mit einem bestimmten Rhythmus gibt. Das ist ansonsten immer der Fall wenn Rhythmus an Klavierstücken geübt wird. Die Rhythmus-Trainingseinheiten klingen immer ein bisschen anders, je nach verwendeter Skala. Die Ohren gewöhnen sich so daran, sich nicht auf die Melodie, sondern auf den Rhythmus zu konzentrieren.

Motorisches Repertoire und Vorstellungskraft

Durch die vielen kleinen Übungen und Variationen wird ein motorisches Repertoire aufgebaut und die Vorstellungskraft trainiert. Denn meine Schüler bekommen den Rhythmus in Form eines Rhythmuskärtchens zu sehen, nicht die ausnotierte Variante mit Melodie und Begleitung.

Rhythmuskärtchen mit Achtel- und Viertelnoten

vielseitig kombinierbar & pianistisch wertvoll

Die Rhythmusübungen kombiniere ich hauptsächlich mit Dur- und Mollskalen, die so in meinem Unterricht immer wieder wiederholt werden. In dem Artikel „Die besten Übungen für Anfänger – Dur-Lagen-Übung“ habe ich dir diese Basisübung vorgestellt. Meine Anfänger lieben diese Übung, da sie so logisch ist und schnell in die Finger geht. So sind rasche Erfolgserlebnisse garantiert.

Wenn die Rhythmusübungen in meinem Unterricht geübt werden, habe ich auch die Möglichkeit, musikalische Begrifflichkeiten zu festigen. Parallel spielen, Stufe 1 & 5 in der Begleitung, Anschlag auf dem ersten Pulsschlag, Lamentobass links, Stacatto, gebrochen Quinte und vieles mehr.

Durch die immer wieder unterschiedlichen Kombinationen von Skalen und Begleitungen bekommt jeder Anfänger und Wiedereinsteiger ein umfangreiches und sicheres motorisches Repertoire. So können Klavierstücke in der Zukunft schneller erfasst und gelernt werden, denn die Hände erinnern sich an viele der bereits geübten Bausteine.

Meine Rhythmusübungen für Anfänger

Die ersten drei vorgestellten Rhythmusübungen können natürlich auch in jedem Moll-Fünftonraum geübt werden.

Balkan-Moll (auch Zigeuner-Moll) klingt herrlich orientalisch. Wie eine Kamelkarawane.

Der Lamentobass klingt besonders gut in Moll und ist oft in jazzigen Stücken für Anfänger zu finden. Mit dieser Übung führe ich zu einem spätere Zeitpunkt ternäre bzw. verswingte Achtel ein.

Hier hörst du die durähnliche Variante der Übung auf den schwarzen Tasten. Die mollähnliche Version auf Dis klingt ebenfalls sehr schön. Hierfür wird die rechte Hand auf den fünf schwarzen Tasten ab Dis platziert und die linke Hand wechselt zwischen Dis und Fis ab. Dieser Tonvorrat klingt asiatisch und sehr exotisch.

Wie gefallen dir diese Rhythmusübungen? Kannst du dir vorstellen, die Übungen in deinen Unterricht zu integrieren? Die Rhythmus-Trainingseinheiten eignen sich übrigens auch wunderbar für den Online-Klavierunterricht.

Für autodidaktische Klavierlerner*innen wird es im nächsten Artikel viele Übungen zum Anhören und Nachspielen geben. Auch so kann Rhythmus gelernt werden.

Hier geht es direkt zum PDF von „Rhythmusübungen für Anfänger“ im ZauberKlavier-Shop. (shop.zauberklavier.de)

Eure Sandra

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2 Gedanken zu „Rhythmus üben von Anfang an – Rhythmusübungen für Unterricht & zu Hause (mit kostenlosem Download)

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