Klavierlehrer-Interview #13 – Katja Fink

** Werbung wegen Markennennung **

Katja Fink Klavier Hambutg

Heute möchte ich Dir meine sehr sympathische und vielseitige Kollegin Katja Fink vorstellen. In ihrem Kunst & Klavierstudio24 unterrichtet Katja ganz in der Nähe der Außenalster in Hamburg.

Im Frühjahr 2018 hatten wir den ersten Kontakt, da Katja für eine LiveStream-Lesung ihres Kinderbuches Klara und Tom im Zauberwald meine Musik verwenden wollte. Das hat mich natürlich riesig gefreut. Inzwischen gibt es eine aktuelle und sehr ansprechende Lesung mit Musik auf YouTube. Diese verlinke ich dir im Verlauf des Interviews. Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen, liebe Katja!

Wo und seit wann unterrichtest Du?

Ich unterrichte seit 26 Jahren privat; seit fünf Jahren in meinem eigenen „Kunst- und Klavierstudio24“ auf der Uhlenhorst in Hamburg.

Wen und was unterrichtest Du?

Zu mir kommen Anfänger und Fortgeschrittene im Alter von 5 bis 75 Jahren. Ich gebe ausschließlich Einzelunterricht. Meine Unterrichtsliteratur reicht von Klassik über Pop bis Filmmusik. Außerdem richte ich mich nach den individuellen Wünschen der Schüler*innen bei der Auswahl der Stücke. Songwriting gehört auch zu meinem Unterricht.

Was sind Deine wichtigsten Ziele im Unterricht?

Ich möchte meine Schüler*innen in jeder Stunde individuell dort abholen, wo er/ sie gerade stehen. Jede Schüler*in soll das Gefühl gewinnen, das er/sie etwas kann, ein positives Aha-Erlebnis erfahren, einfach Freude am Spielen und der Musik haben. Wenn jede Schüler*in nach der Stunde mit einem zufriedenen Lächeln geht, habe ich mein Ziel erreicht.

Was gefällt Dir an Deinem Beruf am meisten?

Ich finde, ich habe den tollsten Job der Welt. Die Selbstständigkeit erlaubt mir wesentlich mehr Freiheit, als angestellt zu sein. Ich bin meine eigene Chefin, bin keinem Leistungsdruck, Hochleistungssport oder der Konkurrenz wie zu Studienzeiten ausgesetzt. Selbst als Rentnerin kann ich in diesem Job noch weiter arbeiten.

Unterrichtest Du ausschließlich oder hast Du noch weitere Beschäftigungsfelder?

Ich schreibe sehr gerne. Vor kurzem habe ich mein erstes Buch veröffentlicht. „Klara und Tom im Zauberwald“. Auf meinem Youtubechannel halte ich damit eine Lesung mit Musikstücken von Sandra Labsch.

Auch zu finden auf meiner Website www.katjafink.de unter Videos.

Welche Hefte sind aus Deinem Unterricht nicht wegzudenken?

Für die Kleineren benutze ich „Tastenzauberei“ von Aniko Drabon, kombiniert mit „Hello Piano“ von Irina Mints. Bei den Älteren richte ich mich nach deren Neigungen: das geht von Bachs „Büchlein für Anna Magdalena“, Schumanns „Album für die Jugend“ über Sandra Labschs „Charming Moments“ bis zu Ludovico Einaudis „Una Mattina“ oder Heumanns „Pianotainment“. Als Theoriehefte sind für alle meine Schüler*innen, egal welchen Alters, die „Ricos Werkstatt“ Hefte von Walter Noona sehr empfehlenswert. Je einfacher erklärt, desto schneller gelernt.

Welche Kriterien hast Du an Noten?

Die jüngeren Schüler*innen brauchen Bilder. Das Notenbild sollte nicht zu eng Note an Note gedruckt sein, so dass man ohne Überlegung oder Probleme z.B. Achtel-Triolen über Achtelnoten lesen kann. Es sollte auch nicht zu klein gedruckt sein, so dass die Augen entspannt bleiben können. Bei Anfängern bis in die Mittelstufe sollte immer ein ausreichender guter Fingersatz eingetragen sein. Der Charakter der Musikstücke sollte abwechslungsreich sein.

Wer oder was inspiriert Dich oder hat Dich geprägt?

Während meines Studiums in Hannover lernte ich durch Kommilitonen die russische Schule kennen. Deren Technik hat mich ergriffen und ich versuchte, dem nachzueifern. Ich lese immer mal wieder „Die Kunst des Klavierspiels“ von Heinrich Neuhaus.

Mein Methodik/Didaktik Professor Konrad Meister hat mir in meinem letzten Studienjahr dann durch seine „Seitenbewegungs-Übungen“ den Schlüssel zu einer guten, fundierten Technik beigebracht.

Gibt es einen Themenbereich, mit dem Du Dich noch näher beschäftigen möchtest?

Sobald Corona es zulässt, möchte ich in meinem Studio exklusive, kleine Veranstaltungen organisieren, von Schülervorspielen, über Lesungen mit Musik, oder Charityveranstaltungen, z.B. ein vierhändiger Klavierabend mit meiner Freundin.

Durch Corona habe ich endlich Zeit, mir das Thema Improvisation im Selbstlernverfahren beizubringen. Es soll ein großer Bestandteil meines Unterrichts werden.

Fällt Dir eine besonders schöne, lustige oder traurige Anekdote ein?

Die krasseste Probestunde hatte ich mit einer achtjährigen dänischen Schülerin Karla. Sie hatte beide Arme in Gips, nur die Finger schauten hervor. Da gleichzeitig auch noch die Schwester und der Vater bei mir Unterricht haben wollten, habe ich mit Karla improvisiert. Sie nahmen dann alle drei bei mir Unterricht.

Auf meine Frage an die kleine Dänin, wie lang denn diese Note sei, antwortete sie fragend: „12 Meter?“

Was würdest Du Berufsanfängern gern mit auf den Weg geben?

Mit der Zeit erkannte ich, dass jede Lehrer*in seine eigene persönliche Methode und Haltung entwickeln muss. Mir kommt es darauf an, dass jeder seinen ganz eigenen, persönlichen Zugang zum Instrument seiner Wahl findet. Das Üben und Spielen fungiert als Spiegel für die eigenen Gefühle und dient so als Impuls für die Weiterentwicklung der individuellen Persönlichkeit. Dazu muss man keine Preise gewinnen oder acht Stunden am Stück in die Tasten donnern. Musik, egal in welcher Form, ist Balsam für die Seele. Noch schöner, wenn man selbst aktiv musizieren kann.

Einfühlungsvermögen und Geduld auf dem persönlichen Weg zur künstlerischen Freiheit und Kreativität: Damit möchte ich meine Schüler begleiten, dadurch zeichnet sich mein Unterricht aus und das ist meine Erfüllung!

Katja Fink, März 2021

Mehr über Katjas Arbeit und ihr Klavierstudio erfährst du auf

www.katjafink.de

Eure Sandra

Die letzten drei Klavierlehrer-Interviews:

Eva-Maria Heinz aus Pforzheim im Interview

Cornelia Malecki aus Gefrees im Interview

Juan Cabeza Hernández aus Madrid im Interview


Anzeige
Zum Shop von ZauberKlavier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.