Halloween-Harmoniefolge für Fortgeschrittene (mit kostenlosen Klaviernoten)

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Halloween steht vor der Tür und ich habe eine gruselige Akkordfolge für dich. Die Blanko-Version sowie zwei ausnotierte Varianten findest du als kostenlosen Download im ZauberKlavier-Shop. Und ein bisschen Musiktheorie gibt es heute als Extra obendrein.

Ich habe mich etwas erschrocken, als die Blogsuche meine letzte Halloween-Idee auf 2016 datiert hat. Wie die Zeit vergeht… Am Ende des Artikels findest du die Links zu den drei Halloween-Blogposts, die bisher erschienen sind.

Diesmal gibt es eine Akkordfolge, die in den ausnotierten Versionen eher für fortgeschrittene Klavierspieler geeignet ist. Dreiklänge in Grundstellung und Umkehrung brauchen Übung – ganz besonders wenn einige schwarze Tasten dabei sind. Da ist es schon hilfreich, wenn du und deine Hände bereits Kenntnisse im Bereich Dreiklänge/ Akkorde haben.

Akkordfolge & Schlussidee

Die Akkordfolge besteht aus vier Harmonien und kann viele Male wiederholt werden.

Halloween Akkordfolge

Am Schluss meiner ausnotierten Versionen habe ich nach G-Moll aufgelöst. Der G-Moll-Dreiklang und der D-Dur-Dreiklang sind bereits vorher im Stück zu finden. Durch die hinzugefügte Septime bekommt D-Dur eine dominantische Wirkung und G-Moll am Ende klingt schlüssig.

Hätte man in C-Moll enden können? Einfach Cm / Es-Moll / G-Moll / C-Moll? Mich überzeugt das klanglich nicht. Durch Es-Moll als zweite Harmonie kann der C-Moll-Dreiklang gar nicht zum tonalen Zentrum (Tonika) werden. Auch wenn man G-Dur statt G-Moll als dritte Harmonie wählt, klingt es nicht rund.

Hier nun meine Schlussidee – nach G-Moll aufgelöst:

Schluss

Im Netz finden sich viele tolle Harmoniefolgen, häufig leider ohne Schlusswendung. Das empfinde ich persönlich immer als unbefriedigend. Die klassische Musikerin in mir braucht eine „korrekte“ Form (hier 16 Takte) und einen „korrekten“ Schluss. Wenn du eine andere Idee für den Schluss hast, freue ich mich sehr, wenn du diese in den Kommentaren mit uns teilst.

Halloween-Akkordfolge in zwei Versionen

Und hier kommen meine beiden Versionen dieser gruseligen Akkordfolge:

Version 1 (rechts Viertel)
Version 2 (rechts Achtel)

Anders herum geht es natürlich auch. Wem Version 1 zu langweilig ist, kann die rhythmisch anspruchsvollere Begleitung von Version 2 dazu versuchen. Und wenn dir die Achtel in der rechten Hand schon schwierig genug sind, erleichtere die linke Hand. Die Oktave kannst du auch nur auf dem ersten, oder dem ersten und dritten Pulsschlag spielen. Und dann versuche auf 1 und 4 zu spielen, wie in Version 1 notiert.

rechts Version 1 (Viertel) – links Begleitung Version 2
rechts Version 2 (Achtel) – links Begleitung Version 1

In der Rubrik „kostenlose Klaviernoten“ findest du das PDF zur Halloween-Akkordfolge und viele weitere Klavierstücke & Ideen. (shop.zauberklavier.de)

Das gruselige Geheimnis – Mediantik

Medianten bezeichnen Akkorde mit Terzverwandtschaft. Sprich, zwei nacheinanderfolgende Akkorde befinden sich im Abstand einer Terz zueinander. Und das kann sehr interessant klingen.

Medianten 1. Grades – C-Moll / Es-Dur
Medianten 2. Grades – C-Moll / Es-Moll
Medianten 3. Grades – C-Moll / E-Dur

Medianten ersten Grades haben zwei gemeinsame Töne. Medianten zweiten Grades haben einen gemeinsamen Ton und einen gemeinsamen Stammton, der alteriert (also chromatisch durch ein Kreuz erhöht oder durch ein B erniedrigt) ist. Medianten dritten Grades haben zwei gemeinsame Stammtöne, die beide alteriert sind.

Medianten zweiten und dritten Grades klingen ungewöhnlich, da die Folge der beiden Akkorde nicht in unserer gängigen tonalen Musik (auf Dur & Moll basierend) vorkommt. Diese Medianten können sehr interessante Effekte erzielen und werden deshalb gern in der Filmmusik genutzt. In diesem kleinen Artikel über Mediantik in der Filmmusik findest du zwei Hörbeispiele. (mein-klavierunterricht-blog.de)

Warum klingen Medianten zweiten und dritten Grades ungewöhnlich? Das liegt daran, dass der zweite Akkord mindestens einen leiterfremden Ton besitzt und diese Harmonie nicht in der Tonart des Stückes zu finden ist. Sprich, wenn unser Stück in C-Moll ist, finden wir den Es-Dur-Dreiklang (Mediante ersten Grades) auf der dritten Stufe. Dieser Dreiklang lässt sich aus dem C-Moll-Tonvorrat bilden. Für einen Es-Moll-Dreiklang (Mediante zweiten Grades) brauchen wir aber ein Ges. Dieser Ton gehört nicht in den Tonvorrat von C-Moll und ist somit leiterfremd. Aus diesem Grund kommt die Folge der Akkorde C-Moll / Es-Moll in der tonalen Musik so nicht vor. In meinem Artikel „Was ist eine Tonart?“ (mein-klavierunterricht-blog.de) kannst du dich noch einmal zum Thema Tonart belesen, falls dir beispielsweise die Stufentheorie nicht bekannt ist.

Wie gefällt dir die Akkordfolge? Arbeitest du im Klavierunterricht mit Akkord- bzw. Harmoniefolgen? Stimmungsvolle & schöne herbstliche Tage wünscht,

Eure Sandra

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