Rhythmus-Training: Mozart „Sonata Facile“

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Hallo Ihr Lieben,
heute kommt ein Artikel zu einer Idee, die mir schon länger im Kopf herumschwirrt. Es geht um das Thema Rhythmus und ich möchte mit euch (heute und in Zukunft) kurze, rhythmisch problematische Stellen aus Klavierstücken „besprechen“.

Natürlich bekommt ihr Tipps, wie ihr mitzählen bzw. mitsprechen könnt und selbstverständlich gibt es etwas für die Ohren. Rhythmus lernen ist leichter, wenn es die Möglichkeit gibt, ihn sich anzuhören. Viele Male… Mit Hilfe von Rhythmussprache oder Mitzählen wird ein Rhythmuspattern dann besser verinnerlicht und steht im besten Fall irgendwann in der eigenen Rhythmusbibliothek auf Abruf zur Verfügung.

Rhythmus-Training: Mozart „Sonata Facile“ 1. Satz

Einige meiner Schüler haben sich schon an der wahrscheinlich leichtesten Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart versucht, wobei „leicht“ natürlich relativ ist. Die Sonate setzt einiges an Fingerfertigkeit voraus, ist aber rasch zu erfassen, was das Notenbild und auch den Rhythmus betrifft. Ich habe die ersten acht Takte des Stückes aufgenommen. Das sollte für einen Eindruck reichen. An einer Stelle, relativ am Anfang des ersten Satzes, wechselt der Rhythmus von Achteln in der linken Hand (Takt 1-4) zu einem Sechzehntelrhythmus in der rechten Hand (ab Takt 5). Achtet beim Hören darauf.

Interessant ist, dass keiner meiner Schüler diesen Rhythmuswechsel in einem einheitlichen Tempo gespielt hat. Es fehlte einfach die Vorstellung, wie schnell die Achtel im Verhältnis zu den Sechzehnteln sind. Wenn in Musikstücken die kürzesten Notenwerte nicht direkt am Anfang des Stückes zu finden sind, wird eigentlich immer zu schnell begonnen. Ganz wichtig also: nehmt den Pulsschlag von einer Stelle mit den kleinsten Notenwerten ab und beginnt dann in genau diesem Tempo. Auch wenn euch das Tempo relativ langsam vorkommt. 😉

Erinnert ihr euch an meinen Artikel über die leckere Eis-Rhythmussprache für Sechzehntelnoten? Hier geht es zum Artikel. Diese Rhythmussprache funktioniert fabelhaft, um den Rhythmuswechsel im Kopfsatz der „Sonata Facile“ vorstellbar zu machen. Zu dem Albertibass in der linken und den Läufen (Tonleitern) in der rechten Hand habe ich einzelne Töne gespielt, die den Pulsschlag übernehmen. So wird das einheitliche Tempo noch besser nachvollziehbar.

Habt ihr diesen Sonatensatz schon gespielt oder habt ihr jetzt Lust darauf bekommen?

Kennt ihr selbst auch Klavierstücke, die ihr rhythmisch nicht ganz versteht bzw. euch nicht richtig vorstellen könnt? Und an meine KollegInnen: Mit welchen Kompositionen bzw. Rhythmusbausteinen haben eure Schüler Schwierigkeiten?

Schreibt mir diese gern in die Kommentare. Das Thema Rhythmus liegt mir sehr am Herzen und ich möchte in diesem Bereich noch viele Beispiele veröffentlichen.

Eure Sandra

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4 Gedanken zu „Rhythmus-Training: Mozart „Sonata Facile“

  1. K. Böttger

    Liebe Sandra Labsch,
    vielen Dank für die guten Erklärungen der Rhytmuswechsel. Sehr hilfreich, auch der Hinweis auf die Eis-Rhytmus Sprache. Die gewählten Wörter helfen beim Spielen!
    Viele Grüße

    Antworten
  2. Mila Rosa

    Hallo Sandra,
    Ich bin gerade an dem Praeludium VIII (Das Wohltemperierte Klavier 1) von Bach dran und bleibe an dem 14. Takt hängen. Hast du dafür auch einen Zähltipp das würde mir wirklich sehr weiterhelfen.
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Warum genau bleibst Du in Takt 14 hängen, liebe Mila?
      Ich sehe keinen Rhythmusbaustein, der nicht bereits vorher zu finden wäre. Oder meinst Du den Praller?
      Wenn ja, gilt immer: Beim Erlernen eines Stückes (richtige Töne, richtiger Rhythmus und Takt) sollten Verzierungen unbedingt weggelassen werden. Das gilt auch für die Arpeggien.
      Erst wenn das Stück sicher ist, kommen Verzierungen dazu.

      Eine schöne Adventszeit wünscht,
      Sandra

      Antworten

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