Rhythmussprache #4 – Sechzehntelnoten mit Rhythmusübungen zum Ausdrucken & Übetipps

Sechzehntelnoten üben, lernen, Rhythmus,Im heutigen Artikel geht es erneut um Sechzehntelnoten – und Kuchen. Und was diese  miteinander zu tun haben…

Ich habe noch einige Ideen, wie man den Rhythmus von Sechzehntelnoten mitsprechen oder auszählen kann. Die dazugehörigen Rhythmusübungen gibt es als PDF-Datei zum Ausdrucken.

Am Ende des Artikels habe ich ganz konkrete Übetipps für euch. Mit dieser Methode klappt das Lernen eines rhythmisch schwierigen Stückes bestimmt.

Immer wieder bekomme immer Mails und Nachfragen, wie Sechzehntelnoten zu spielen sind. Nicht jedem liegt die Eissorten-Rhythmussprache und ganz besonders der synkopische Rhythmus (den ich erfolgreich mit dem Wort „Pistazie“ unterrichte) ist nicht einfach umzusetzen. Deshalb werde ich dieses Thema  noch einmal etwa anders angehen und Rhythmusübungen vorschlagen, die die Bausteine getrennt trainieren.

Das Wichtigste beim Rhythmus ist, dass die Notenwerte (die Länge der einzelnen Töne) im Verhältnis zueinander stimmen. Genau wie beim Kuchenbacken. Für einen Rührkuchen brauche ich (unter anderem) 250 g Butter, 250 g Mehl und 250 g Zucker. Wenn ich ein Blechkuchen backen möchte, nehme ich jeweils die Hälfte mehr. Das Verhältnis dieser drei Grundzutaten ist also immer gleich, egal wie groß der Kuchen wird.

So kann man es sich bei den Sechzehntelnoten vorstellen. Auf vier Pulsschläge vergrößert sieht der Pistazie-Rhythmusbaustein so aus:

Vergleich mit Viertel
Und jetzt wieder auf Sechzehntel verkleinert. So dauert der komplette Rhythmusbaustein nur je einen Pulsschlag – das Verhältnis der Tonlängen ist unverändert kurz – lang – kurz.
Sechzehntel Pistazie viermal mit PulsIn der Regel kommen Sechzehntel-Rhythmusbausteine in 2/4-Takten vor. Ich habe eine kleine Übung entworfen. Ganz einfach – es geht hauptsächlich in Tonschritten hoch und runter.

Pistazie neu

Pistazie langsam     

Pistazie schneller     

Folgende Rhythmussprachen kommen beim Spielen der Übung in Betracht:

a) „Klassiker“ zählen den Rhythmus auf diese oder ähnliche Art und Weise aus:

1 – de – (un) – de – 2 – de – (un) – de | 1 – de – (un) – de …

b) Auch dies funktioniert (in einem langsamen Tempo): 

kurz – la – (hang) – kurz – kurz – la – (hang) – kurz | kurz – la – (hang) – kurz …

c) Man kann auch die Sechzehntelnoten auszählen:

1 – 2 – (3) – 4 – 1 – 2 – (3) – 4 | 1 – 2 – (3) – 4 …

 

Pistazie mit Begleitung

Pistazie mit Begleitung     

Pistazie doppelt
Pistazie doppelt     

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Kokosnuss neu
Kokosnuss langsam     

Kokosnuss schneller     

Kokosnuss mit Begleitung     

Kokosnuss doppelt     

Trenner blau
Himbeere
Himbeere langsam     

Himbeere schneller     

Himbeere mit Begleitung     

Himbeere doppelt     

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Schokolade neu
Schokolade langsam     

Schokolade schneller     

Schokolade mit Begleitung     

Schokolade doppelt     

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Rhythmusübungen zum Downloaden & Ausdrucken

Rhythmusübungen Sechzehntelnoten (PDF-Hochformat)

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ÜBETIPPS

Beschäftige Dich zuerst mit dem Rhythmus.

Sprich zuerst den Rhythmus des Abschnittes, den du üben möchtest. Schnipse dabei den Pulsschlag mit. Übe den Rhythmus in verschiedenen Tempi.

Lerne die Melodie stumm.

Wenn du die Melodie lernst, beschäftige dich erst einmal nur mit dem Tönen und dem Melodieverlauf, nicht mit deren Länge (also dem Rhythmus). Ich nenne das „Stumm Üben“. Schalte entweder den Ton vom E-Piano aus oder drücke die Tasten nur so weit herunter, dass kein Ton entsteht. So lernst Du die Melodie sicher.

Verbinde die Melodie mit dem Rhythmus.

Übe den Lernabschnitt stumm und sprich dabei laut die Rhythmussprache mit (bzw. zähle den Rhythmus aus). Versuche das in verschiedenen Tempi. Ist der Rhythmus nicht mehr sicher, gehe einen Schritt zurück und übe den Rhythmus noch einmal in Kombination mit dem Pulsschlag.

Höre die Melodie.

Spiele die Melodie erst laut, wenn die Abfolge der Töne in Kombination mit dem Rhythmus sicher ist. Sprich den Rhythmus noch ein paar Tage laut mit.

Beim Lernen neuer Stücke konzentriert man sich gern zuerst auf die Melodie. Das Problem dabei ist, dass das Gehirn nicht darum herum kommt, die Töne in einen rhythmischen Kontext einzubetten. Sprich, wir machen uns eine Vorstellung, wie es klingen könnte. Das Vorhaben, sich später um den Rhythmus zu kümmern ist eine Illusion.

Haben wir erst einmal eine Klangvorstellung, lässt sich diese kaum noch korrigieren. Mit der 4-Schritt-Übemethode gelingt es, Melodien sicher im richtigen Rhythmus zu lernen.

Eure Sandra

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