„The Beatles“ zum Mitspielen

Ende 2013 habe ich bei sheetmusicplus.com eine Bestellung aufgegeben und dabei einige Play-Along Hefte kĂ€uflich erworben. Einem 20 %-Rabatt konnte ich nicht widerstehen. 😉

Play Along ist im Prinzip wie Karaoke fĂŒr Instrumente. Auf der CD im Heft finden sich orchestrale BegleitsĂ€tze bzw. Bandbegleitungen zu den einzelnen Titeln. In der Regel gibt es jeweils eine Demo-Version und anschließend die Play Along Version, bei der der Spieler selbst Solist sein darf.

Neben „The Beatles Favorites“ (Vol.7) sind noch einige andere Hefte der Hal Leonard Beginning Piano Solo Play-Along Serie in meinem virtuellen Einkaufskorb gelandet. „The Beatles Hits“ (Vol.2) habe ich erst vor Kurzem nachbestellt. Weil mich das Konzept ĂŒberzeugt hat – und ich unbedingt Hey Jude, Let it be und Yesterday als Play Along Version haben wollte. Die vielleicht grĂ¶ĂŸten Hits der Band.

Die Play-Along Serie fĂŒr AnfĂ€nger bietet ĂŒbrigens derzeit zehn BĂ€nde. Fast alle Hefte beinhalten acht Titel auf 24 Seiten (20 bzw. 21 Notenseiten) und eine CD zum Mitspielen zum Preis von 14,99 $.  Band 10 („Disney Princess“) enthĂ€lt 10 Titel und mehr Seiten.

ZurĂŒck zu den Beatles Heften. Als Komponistin finde ich die musikalischen Ideen, die hauptsĂ€chlich aus der Feder von John Lennon und Paul McCartney stammen, unheimlich schön. Viele Songs sind zeitlos und genau so aktuell wie vor 50 Jahren. Kein Wunder, dass ihre Kompositionen die Pop- und Rockmusik nachhaltig beeinflusst haben. Und jetzt muss ich schmunzeln, neben mir steht meine Goofy-Tasse, die ich im Beatles-Museum in Alkmaar/Holland erstanden habe. Ich mache fix ein Foto… Ohne die Beatles wĂ€re Kaffee trinken nur halb so nett. 🙂

Ich wĂŒrde gern einen anderen Shop empfehlen, aber nur Amazon bietet beide Teile an. „The Beatles Favorites“ kann man auch in anderen Notenshops bekommen. Interessant, weil es Vol. 7 der Play Along-Serie ist. (Ich hĂ€tte damit gerechnet, dass Vol.2 einfacher zu beziehen ist.) Zwei Wochen Lieferzeit muss man dennoch einkalkulieren. „The Beatles Hits“ (Vol.2) kann man bestimmt auch bestellen, allerdings wird man bis zu sechs Wochen darauf warten mĂŒssen. Euer NotenhĂ€ndler des Vertrauens wird sich sicher gern darum kĂŒmmern.


Beatles HitsVol.2 – Inhalt:
And I Love Her
Eight Days A Week
Good Night
Hey Jude
Let It Be
When I’m Sixty-Four
Yellow Submarine
Yesterday

Hey Jude     

Yesterday     

© 2011 Hal Leonard Corporation


Beatles FavoritesVol.7 – Inhalt:
All My Loving
Blackbird
Good Day Sunshine
Here, There And Everywhere
I Want To Hold Your Hand
In My Life
Michelle
Something

In My Life     

Michelle     

© 2011 Hal Leonard Corporation

Meine Meinung:

Die Hefte der Hal Leonard Beginners Play Along-Serie sind eine sehr gelungene Bereicherung fĂŒr den Klavierunterricht und natĂŒrlich auch fĂŒr zu Hause. Ohne Ausnahme. DafĂŒr sorgt die wundervolle QualitĂ€t der CD Play Alongs und die Charakteristik der einzelnen Titel. Hier hat sich definitiv jemand Gedanken gemacht und eine sehr gute Arbeit abgeliefert.

Die Aufnahmen haben ein konstantes Tempo und es lĂ€sst sich wirklich gut mitspielen. So selbstverstĂ€ndlich ist das nicht. Mit dem klassischen Play Along Konzept „Allegro Giocoso“ von Daniel Hellbach bin ich leider aufgrund schwankender Tempi und nicht nachvollziehbarer ritardandi ĂŒberhaupt zurechtgekommen.

Ein Problem bei CDs zum Mitspielen ist natĂŒrlich die Stimmung von 440 Hertz, die manch altes Klavier nicht mehr halten kann. Mit digitalen Klavieren hat man natĂŒrlich kein Problem.

Besonders bei den „Hits“ (Band 2) ist mir aufgefallen, dass einige Titel einen erleichterten bzw. etwas abgeĂ€nderten Rhythmus haben, der mich schon ein wenig verwirrt hat. Aber dieses Problem lĂ€sst sich lösen, in dem man zur Play Along Aufnahme spielt. Als Lehrer habe ich zudem die Möglichkeit, mit meinen SchĂŒlern rhythmische Unterschiede zum Original zu besprechen.

UnglĂŒcklich ist der Titel „When I’m Sixty-Four“, der auf sage und schreibe 6 Seiten Platz fand. Alle anderen Titel im Heft sind zweiseitig. Da scheint es, als mĂŒsste auf Teufel komm raus die erforderlichen 24 Seiten erreicht werden. Wirklich gut zu lesen ist das nicht mehr, zumal eine der Anforderungen ein guter Überblick ĂŒber die verschiedenen Teile der StĂŒcke ist. Klammern mĂŒssen gelesen werden und regelmĂ€ĂŸig springt das StĂŒck zurĂŒck zu einem Zeichen und nach vorn in die Coda. Dabei noch zu blĂ€ttern ist schon anstrengend. Bei den „Favorites“ gibt es drei StĂŒcke, die mehr als zwei Seiten haben. Da tendiere ich zu BlĂ€tterkopien. Vier Seiten finden (wenn sie zusammengeklebt sind) auf jedem Notenpult Platz.

„Eight Days a Week“ fehlt der Hinweis, dass die Achtelnoten verswingt zu spielen sind. Ebenso bei „Michelle“ in den „Favorites“.

Die StĂŒcke sind leicht gesetzt und mit FingersĂ€tzen versehen. Auch ohne Begleitung klingen die StĂŒcke ansprechend. FĂŒr richtige AnfĂ€nger sind die StĂŒcke dennoch nur bedingt geeignet, denn durch die LĂ€nge der StĂŒcke kostet das Spielen viel Konzentration und bedĂŒrfen einiges an Routine. Um zu der CD spielen zu können brauchen die Titel zudem ein gewisses Tempo und hier komme ich als Lehrer ins Spiel. FĂŒr mich ist es eine schöne Herausforderung, die passenden Harmonien zu suchen und meine SchĂŒler auch am zweiten Klavier zu begleiten, wenn das Tempo noch nicht Play Along-tauglich ist.

Meinen SchĂŒlern machen die StĂŒcke riesig Spaß und ich freue mich, auf diese Weise musikalische FĂ€higkeiten zu fördern, die ansonsten zu kurz kommen.

Eure Sandra

Anzeige
Zum Shop von ZauberKlavier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.