Feliks Rybicki „Ich fange an zu Spielen“ (1946) mit Hörbeispielen

Feliks Rybicki, I begin to play, I fange an zu spielen, Zaczynam grać na fortepian, op. 20Heute möchte ich das Heft  „Ich fange an zu spielen“ von Feliks Rybicki kurz vorstellen. Ich habe wieder einige Hörbeispiele für euch aufgenommen.

Das polnische Unterrichtsheft habe ich mir von einem befreundeten Klavierlehrer ausgeliehen. Vor einem halben Jahr war es nur antiquarisch zu bekommen. Mittlerweile ist „Ich fange an zu spielen“ wieder bestellbar.

In einigen Shops gibt es die Noten zum meiner Meinung nach völlig überzogenen Preis von 26,95 Euro. In Polen kostet das Heft 29 Zloty. Umgerechnet sind das knapp 7 Euro. Bei alle-noten.de habe ich das Unterrichtsheft (mit einem aktuelleren Cover) für 11,50 Euro entdeckt.

„Ich fange an zu spielen“ enthält 26 Miniaturen und dürfte erstmalig 1946 im polnischen Verlag PWM Edition erschienen sein. Der Komponist Feliks Rybicki lebte von 1899 bis 1978.

Ich finde es sehr interessant, wie zu verschiedenen Zeiten komponiert wurde und welche Ansprüche man an die Klavierlernenden hatte. Deshalb schaue ich mir auch gern ältere Unterrichtsliteratur an.

Wie gefallen euch die Stücke? Ob sich Kinder auch heute noch von ihnen angesprochen fühlen?

Wiegenlied - SL     

Kleiner Schelm - SL     

Muede Puppe - SL     

Trauriger Herbst - SL     

Am Baechlein - SL     

Auf der Wiese - SL     

Sehnsucht - SL     

Kleine Hirtin - SL     

Der Grashüpfer - SL     

Zigeunertanz - SL     

Der Wunsch - SL     

Das Karussell     

Eure Sandra

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7 Gedanken zu „Feliks Rybicki „Ich fange an zu Spielen“ (1946) mit Hörbeispielen

  1. Rosy

    Liebe Sandra,

    die Stücke klingen so, als würden Sie heute nur noch wenige junge Klavieranfänger und Teenager hinter dem Ofen hervorlocken, dennoch mag ich ältere Unterrichtsliteratur. Meist ist sie meines Erachtens anspruchsvoller und wertvoller als so manche moderne Literatur, die sehr von Pop- und Filmmusik geprägt ist und besonderen Wert auf vollen Klang (viel Akkordbegleitung) und leichte Erlernbarkeit und wesentlich weniger Wert auf Technik und speziell aus der Klassik hervorgehende Elemente und Besonderheiten legt. Aber ich bin mir sicher, dass ältere Wiedereinsteiger, die mit Czerny, Diabelli oder Bartok „vertraut“ sind, durchaus Gefallen an diesen Stücken finden werden, ich jedenfalls werde mir das Heft bestellen und das ein oder andere Stück in meinen Unterricht einbinden, da ich einige ältere Schüler habe.

    Danke für all Deine tollen Tipps und unermüdlichen Beiträge, die ich immer gerne lese ! Ich wünsche Dir ein fohes, gesundes und musikalisches 2015 🙂

    Liebe Grüße
    Rosy

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Liebe Rosy,

      ich stimme Dir völlig zu! „Ich fange an zu spielen“ ist nicht grundlos bereits in der 16. Auflage erschienen.

      Die Stücke aus diesem Heft haben mich bereits zu einigen kleinen Kompositionen inspiriert. 🙂

      Vielen Dank für Deine Worte und viele Grüße,
      Sandra

      Antworten
  2. Katja

    Hallo Sandra,

    ein interessantes Heft stellst du uns hier vor, ich würde auch sagen das Kinder und eventuell Jugendliche nicht so wirklich etwas damit anfangen können, dafür klingen die Stücke zu „intellektuell“ (finde grad keinen anderen Ausdruck dafür), Erwachsene würden sicher mehr daran gefallen finden, da der Kompositionstil manch anderen Komponisten nachempfunden ist.
    So höre ich bei „Kleine Hirtin“ etwas Bach, bei „Wunsch“ etwas Schumann, mit manchen Titeln habe ich Schwierigkeiten wie etwa bei „Auf der Wiese“, es klingt für mich wie ein Wiegenlied oder GuteNachtlied, „Kleiner Schelm“ ist mir nicht schelmig genug, der „Traurige Herbst“ hat eine anspruchsvolle interessante Harmonik.
    Aber alles in allem schöne Stücke, kannst du ungefähr sagen welchem Schwierigkeitsgrad das Heft entspricht?

    Viele Grüße Katja

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Liebe Katja,

      intellektuell ist ein sehr schöner Ausdruck. Gefällt mir!
      Die Stücke sind zwei bis vier Zeilen lang und ich würde sie als sehr leicht und leicht bewerten. Wie alle traditionellen, klassische geprägten Stücke muss aber auch ein sehr leichtes Stück gut gespielt werden, damit es gut klingt.

      Für talentierte, genaue und intelligente Kinder ist das Heft sicher interessant. Ähnlich der russischen Klavierschule, nur nicht ganz so Moll-lastig.

      Erwachsene finden die Aufmachung des Heftes wahrscheinlich nicht sehr ansprechend bzw. zeitgemäß. Die Aquarelle sind schon sehr kindlich.

      Viele Grüße,
      Sandra

      Antworten
  3. Christine Jansen

    Liebe Sandra,

    vielen Dank für den Buchtipp und deine schönen und wertvollen Hörbeispiele.
    Ich finde nicht alle Stücke brauchbar, aber ein paar sind doch sehr inspirierend, der Zigeunertanz hat mir am besten gefallen, dir auch? 🙂
    Ich werde mir mal ein neues Heft „zusammenbasteln“ mit den Lieblingsstücken aus all den vielen alten Heften.

    Vielen Dank für den Superservice und herzliche Grüsse, Christine.

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Liebe Christine,

      mich hat tatsächlich „Trauriger Herbst“ am meisten angesprochen. Die Harmonik gefällt mir sehr. Ein bisschen jazzig und irgendwie besonders. 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Sandra

      Antworten
  4. Susanne aus Karlsruhe

    Liebe Sandra,

    zunächst einmal vielen Dank für den tollen Service, liebe Sandra. Ich interessiere mich auch für Anfängerliteratur und freue mich immer über Anregungen.

    Die Stücke klingen hübsch, aber zum Teil ein wenig altmodisch. Am besten gefallen mir „Am Bächlein“ und „Zigeunertanz“. Wie meine Vorredner bereits gesagt haben – für erwachsene Anfänge halte ich die Stücke für geeignet. Für Kinder und Jugendliche eher weniger, denn die haben andere Hörgewohnheiten. Ob Erwachsene wirklich Freude daran haben, aus diesem Heft zu spielen? Einige Titel wirken sehr kindlich und auch das Cover ist für Erwachsene weniger motivierend. Aber man müsste es ausprobieren, den Schülern die Stücke vorspielen und nach ihrer Meinung fragen.

    Es ist interessant, wie sich die Musiksprache im Laufe der Zeit geändert hat.

    Viele liebe Grüße, Susanne

    Antworten

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