Einkauf bei musicroom.com (britische Noten)

** Werbung wegen Markennennung **

Vor Kurzem habe ich wieder im britischen Shop www.musicroom.com bestellt. Ein 20 Prozent-Nachlass f├╝r einige Hefte hat mich schwach werden lassen. ­čśë Heute m├Âchte ich Euch die Noten kurz vorstellen und meinen ersten Eindruck mitteilen.


┬ę Sandra Labsch - ScanJazz Piano Pieces Grade 1” enth├Ąlt 15 St├╝cke in den Richtungen Blues, Standarts und Contemporary Jazz. Herausgegeben wurde dieses Heft von Charles Beale, dem Autor des Lehrwerkes “Jazz Piano from Scratch“, welches man mit “Jazz Klavier von der Pike auf” ├╝bersetzen k├Ânnte. Der “how-to guide” richtet sich an Studenten und Lehrer und ist direkt auf meiner Merkliste gelandet.

Insgesamt gibt es f├╝nf Jazz Piano Pieces Hefte aus dieser Reihe. Hefte wie “Jazz Piano Scales”, “Jazz Piano Aural Tests” und “Jazz Piano Quick Studies” erg├Ąnzen die Serie.

Jazz Piano Pieces Grade 1 kostet 6,25 ┬ú und wurde 1998 von ABRSM verlegt. Es macht einen wirklich guten Eindruck. Ganz besonders gef├Ąllt mir, dass in jedem St├╝ck 7-12 Takte zum Improvisieren integriert sind. Dabei spielt die linke Hand Zweikl├Ąnge oder eine andere leichte Begleitung w├Ąhrend f├╝r die rechte Hand passende T├Âne zum Improvisieren vorgegeben sind. Das macht richtig Spa├č! Definitiv ein guter Kauf! ­čÖé

Die Klavierschule “Play Piano!-Teenage Book 1” von Alan Haughton und Chris Tambling richtet sich, wie der Name schon sagt, an Jugendliche. Aus sechs Heften besteht der Kurs, wovon je Stufe ein “Course Book” und ein “Repertoire Book” verwendet werden sollen. F├╝r das Course Book 1 habe ich 7,99 ┬ú bezahlt. 2007 ist diese Schule bei KM Publishing erschienen.

Was ich mir bei dem Titel versprochen habe, sind coole St├╝cke, aber ich finde keine. Nichts Neues eigentlich. Der Unterrichtsweg erinnert mich an “Kleine Finger am Klavier” von Hans Bodenmann. Es werden schrittweise neue T├Âne eingef├╝hrt. Zuerst beginnt die Schule mit einigen St├╝cken nur mit dem Ton “C”. Dazu gibt es einen Lehrerpart. Das gef├Ąllt mir, aber die St├╝cke sind nat├╝rlich solo absolut langweilig. Wenn die linke Hand dazukommt, dann im parallelen F├╝nftonraum einen Oktave tiefer. Das ist gut und gef├Ąllt mir deutlich besser als die Lage, in der sich beide Daumen das eingestrichene C teilen, wie bei Bodenmann zu finden.

Alles in Allem eine f├╝r mich uninteressante Klavierschule. Ich traue Jugendlichen schon in der ersten Stunde mehr zu als einen einzigen Ton zu spielen.

Walter Carroll lebte von┬á1869-1955 und war ein britischer P├Ądagoge und Lehrer, dem wir zahlreiche h├╝bsche Klavierst├╝cke zu verdanken haben, die in mehreren Kollektionen wie “River and Rainbow” zusammengefasst wurden. 5,25 ┬ú habe ich f├╝r mein erstes Heft von diesem Komponisten bezahlt. Seine anderen Werke werden sicher ebenfalls in mein Notenregal wandern. Die St├╝cke haben Et├╝dencharakter und erinnern mich an die selbigen von Friedrich Burgm├╝ller. F├╝r mich als Komponistin scheinen mir die St├╝cke eine sch├Âne Inspirationsquelle zu sein. ├ťber diese Neuentdeckung freue ich mich sehr! 1933 wurde dieses Heft mit 10 ein-seitigen St├╝cken auf erstmalig bei Forsyth Brothers Ltd. verlegt.


Finger Jogging Boogie” & “More Finger Jogging Boogie” von Stephen Duro habe ich bei der Recherche zu meinem Fingerjogging-Artikel entdeckt. Die Hefte sind eine bunte Sammlung aus jazzigen St├╝cken, Walzern, lateinamerikanischen Rhythmen und Blues-Kompositionen. 5,50 ┬ú und 6,25 ┬ú kosten die beiden Teile mit 24 und 32 Seiten. Beide Hefte enthalten je 17 St├╝cke und sind 1995 und 1997 bei ABRSM erschienen.

L├Ąstig finde ich die falsche punktierte Notation bei verswingten St├╝cken (in diesem Artikel hatte ich den Unterschied zwischen verswingt und punktiert erkl├Ąrt) und B├Âgen, die weder als Phrasenb├Âgen noch als Legatob├Âgen f├╝r mich einen Sinn ergeben. Wahrscheinlich soll neben legato und staccato auch noch non-legato gespielt werden, wenn man die wenigen B├Âgen als Legatob├Âgen betrachtet. Solche St├╝cke lasse ich meine Sch├╝ler nicht spielen, bei einem geringen ├ťbeaufwand ist das nicht zu schaffen (jedenfalls nicht in einer Qualit├Ąt, die ich mir w├╝nsche). Ohne Nachbearbeiten werden also diese St├╝cke nicht funktionieren. Dennoch sind die Hefte auf keinen Fall ein Fehlkauf. Ein paar h├╝bsche Kompositionen habe ich schon entdeckt!

Auf der Musikmesse in Frankfurt sind mir Titel von Brian Chapple in die H├Ąnde gefallen und ich hatte mir vorgenommen, mir die Hefte genauer anzuschauen. “On The Cool Side“, “In The Pink” & “Lazy Days” kosten 8,95 ┬ú, 4,99 ┬ú& 5,95 ┬ú und sind zwischen 1990 und 1993 bei Chester Music erschienen. Die Hefte haben zwischen 19 und 23 bedruckte Seiten und beinhalten 11 und 12 St├╝cke. Warum “On The Cool Side” so viel teuer ist, kann ich mir nicht erkl├Ąren.

Das blaue Heft habe ich mir auch als erstes geschnappt. Die St├╝cke sind in Grade 4-5 eingeordnet. Dieses Heft geht mit einem verswingten St├╝ck los. Auch hier finden wir die punktierte Notation, wenigstens mit dem Hinweis, das die punktierten Achtel triolisch gespielt werden sollen. ├ťber dem zweiten St├╝ck entdeckte ich folgenden Spielhinweis:┬áChapple Swing
Ich muss ehrlich sagen, ich habe das Heft beiseite gelegt und mich ge├Ąrgert. In diesem St├╝ck sind triolisch zu spielende Achtel punktiert und normal notiert. Uff! Meine Meinung kennt ihr – darauf habe ich keine Lust!

“Lazy Days” und “In The Pink” habe ich komplett durchgespielt. Die St├╝cke sind nicht so gef├Ąllig wie beispielsweise die der britischen Kollegin Pam Wedgwood. Die zw├Âlf kurzen Kompositionen aus “Lazy Days” empfinde ich als relativ modern. Die Harmonien sind gew├Âhnungsbed├╝rftig und die St├╝cke w├╝rde ich als interessant beschreiben. Ob ich sie allerdings unterrichten w├╝rde wei├č ich nicht. “In The Pink” kommt da schon eher in Frage. Dieses Heft enth├Ąlt die leichtesten St├╝cke in Grade 1-3. Ein paar d├╝rften meinen Sch├╝lern gut gefallen. Ich werde Euch die St├╝cke sicher in einem eigenen Artikel mit H├Ârbeispielen vorstellen.

Diese vier Hefte waren eine ├ťberraschung! ­čśë Der Klappentext ist international ausgelegt und verspricht in drei Sprachen: “Step it up! – mit Begeisterung voran…

Das Heft enth├Ąlt eigens komponierte, jazzige St├╝cke von Louise Chamberlain, fantasievolle Arrangements bekannter Melodien und vierh├Ąndige St├╝cke. Die methodisch sorgf├Ąltig aufgebaute Sammlung macht das ├ťben zu einem spannenden Erlebnis.

Egal, ob zu Hause oder beim Musizieren f├╝r Freunde – die St├╝cke aus dieser Sammlung bringen jeden voran, erm├Âglichen deutliche Fortschritte.

Und unten links ein Foto von Pam Wedgwood. Ups! “Pam Wegdwood writes as Louise Chamberlain for the Step it up! series.

Ein guter Schachzug, denn bei den mittlerweile unz├Ąhligen Heften von Pam Wedgwood kommt man ganz sch├Ân durcheinander, da sie sich wirklich sehr ├Ąhneln. H├Ątte ich vorher gewusst, dass die Komponistin Pam Wedgwood hei├čt, h├Ątte ich wahrscheinlich nicht bestellt. Das Pseudonym hat sich also rentiert! ­čśë

Die vier Hefte (Grade 0-1, 1-2, 2-3 & 3-4) sind 2003 und 2005 in einer Zusammenarbeit von Faber Music und Alfred Music erschienen. 5,99 ┬ú kostet ein Heft. ├ťber den Begriff “jazzig” l├Ąsst sich streiten und wieder das Problem mit den verswingten St├╝cken. Mal mit normalen Achteln notiert, mal mit punktierten. Aber wenigstens finden wir die Spielanweisung, welches St├╝ck verswingt zu spielen ist. In jedem der vier Hefte finden sich zwei vierh├Ąndige St├╝cke und zwischen eins bis vier Arrangements klassischer, traditioneller oder bekannter Titel. “Chopsticks” aus Grade 0-1 ist eine gelungene zweih├Ąndige Bearbeitung des bekannten vierh├Ąndigen St├╝ckes. “In the Hall of the Mountain King” (E. Grieg) aus Grade 2-3 ist sehr h├╝bsch, der “Entertainer” (S. Joplin) aus dem gleichen Band finde ich nicht so gelungen. Sobald ich dazu komme, H├Ârbeispiel aufzunehmen, k├Ânnt ihr Euch einen besseren Eindruck machen.

Vor Kurzem habe ich gelesen, dass es eine ├╝berarbeitete Version der Klavierschule (Piano Course) von Michael Aaron gibt, die 1945 erschienen ist. Leider finde ich die Quelle nicht mehr. Die zeitlosen, h├╝bschen St├╝cke aus der Klavierschule mag ich wirklich gern, nur kann man die Hefte nicht benutzen, da Aaron wohl der Meinung war, dass “Spielen nach Zahlen” eine gute Methode sei. Nahezu bei jedem Ton steht ein Fingersatz. Ich bezweifle sehr, dass man auf diese Art und Weise Noten lesen lernt und lehne “Spielen nach Zahlen” ab.

In der Hoffnung, dass an dem Ger├╝cht etwas dran ist, habe ich mir alle f├╝nf Hefte der Klavierschule bestellt. Zwischen 4,45 und 6,95 ┬ú kosten sie in dem britischen Shop. Bei Band 2 war das Erscheinungsdatum 2002 notiert und ich habe sehr auf eine “entfingersatzte”, ├╝berarbeitete Version gehofft.

In den Heften ist das Copyright f├╝r die ├╝berarbeitete (revised) Version auf 1994 datiert. Ich habe das erste Heft mit meiner deutschen Ausgabe verglichen. Einige Fingers├Ątze wurden gestrichen, aber f├╝r meinen Geschmack sind es immer noch zu viele. Sehr sch├Ân ist, dass die Fingers├Ątze in meiner englischen Ausgabe nicht mehr direkt bei den Notenk├Âpfen stehen, sondern so, dass sie mit Tipp-Ex leicht zu entfernen sind. Der Notensatz gef├Ąllt mir ebenfalls viel besser. Das war offensichtlich ein guter Kauf!

Bei Alfred Music hatte ich vor einiger Zeit nachgefragt, wann Michael Aaron verstorben ist. Man konnte mir keine Auskunft geben, es g├Ąbe dar├╝ber keine Informationen. Heute habe ich noch einmal gegoogelt und hier gefunden, dass Aaron im April 1963 in Miami Beach starb.

Ach, Thema Suchmaschine. Gestern habe ich durch eine Zeitschrift die Suchmaschine Ecosia entdeckt. Pro Klick auf diese Seite spenden die Werbepartner 1 Cent. 80 Prozent dieser Einnahmen gehen an Projekte des WWF im Amazonasgebiet. So kann man ganz einfach etwas f├╝r die Aufforstung des Regenwaldes tun. ­čÖé

Eure Sandra

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3 Gedanken zu „Einkauf bei musicroom.com (britische Noten)

  1. Sophia

    Hallo Sandra, vielen Dank f├╝r deine Neuentdeckungen!
    Die Step-it-up Hefte h├Âren sich vielversprechend an (au├čerdem liebe ich “hall of the mountain king”). Und ersteres Heft von Herrn Carroll spricht mich auch an, erstens mag ich Et├╝den, zweitens finde ich das Cover fantastisch, das Auge isst ja mit!
    LG

    Antworten
  2. Sophia

    oh, was ich vergessen hab…deine Sammelleidenschaft ist ansteckend…hab mittlerweile auch einen Notenheft-Wunschzettel *gg*
    ist das ├╝brigens heilbar?

    Antworten
  3. Sandra Beitragsautor

    Ich hoffe nicht, dass die Sammelleidenschaft heilbar ist! ­čśë
    Das ist genau, was ich wollte! Mehr Leute, die tolle Noten kaufen!

    Liebe Gr├╝├če,
    Sandra

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