Leichte Dreiklang-Etüde von Ludvig Schytte in 19 Dur & Moll – Tonarten zum Ausdrucken

Heute – ganz unweihnachtlich – eine Etüde, die ich sehr mag und an denen ich meinen Schülern Dreiklänge und ihre Umkehrungen erkläre. Einen weiteren Artikel möchte ich zu diesem Thema noch schreiben und anhand von Fotos zeigen, welche Fingersätze man für die Grundstellung bzw. Umkehrungen benutzt. Eine Schülerin hat mich auf die Idee gebracht, denn Bilder würden helfen, die Logik, die sich meiner Meinung nach aus der Anatomie ergibt, zu verstehen.

Die Etüde von Ludvig Schytte stellt mich vor einige Rätsel. Ich habe die Dur-Ausgabe im ersten Heft der Russischen Klavierschule gefunden und die Moll-Version in einer amerikanischen Klavierschule namens Piano Lessons (Band 4). Vielleicht sind es aber auch zwei verschiedene Stücke, die sich nur sehr ähneln. Ich habe nicht wenig Zeit damit verbracht, herauszubekommen, aus welchem opus diese Etüde (ich benutze einfachheitshalber den Singular) stammt. In den Heften, die man online einsehen kann, konnte ich sie nicht finden. Ich tippe auf opus 108 oder 160. Beide Hefte sind im dänischen Verlag EDITION WILHELM HANSEN erschienen und diese kommen direkt auf meine Wunschliste, auch wenn Klaus Wolters („Handbuch der Klavierliteratur zu zwei Händen“ ©2001) die meisten Stücke von Ludvig Schytte wohl entbehrlich findet. Vielleicht weiß es aber auch einer meiner Leser etwas über das Stück und kann helfen? 🙂 Auf jeden Fall stelle ich mir beim Hören ein Bächlein vor – aus diesem Grund das Artikelbild, falls ihr euch gefragt habt, was das Foto mit der Etüde zu tun hat.

Schytte war ein dänischer Komponist, der 1848 in Århus geboren wurde und 1909 in Berlin verstarb. Als Pianist, Komponist und Klavierpädagoge war er in Kopenhagen, Wien und Berlin tätig. Niels W. Gade, Franz Liszt und Ernst Eduard Taubert waren seine Kompositionslehrer. Eine Übersicht über die Werke von Ludvig Schytte findet sich hier (imslp.org), wobei diese nicht vollständig ist, denn eine Weihnachtsmusik op. 200 ist in Peter Hollfelders Buch „Das grosse Handbuch der Klaviermusik“ (©1996) noch gelistet. Diesem Buch habe ich auch die biographischen Informationen entnommen.
Lehrzeile

Etuede a Moll     

Lehrzeile
Etuede G-Dur     

Lehrzeile
Und hier die Etüde zum Ausdrucken. Ich habe nicht alle Versionen auf dem Klavier ausprobiert, möglicherweise eignen sich nicht alle Tonarten zum Spiel. Manche Lehrer versuchen es zu vermeiden, mit dem Daumen oder dem kleinen Finger eine schwarze Taste anzuschlagen bzw. anschlagen zu lassen. Ich habe damit kein Problem. 😉 Da die Verwendung des zweiten Fingers meinen Schülern immer schwer fällt, habe ich diesen Fingersatz größer gewählt.

Etuede in c MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in C Dur

Etuede in h MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in H Dur

Etuede in B MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in B Dur

Etuede in a MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in A Dur

Etuede in B MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in As Dur

Etuede in g MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in G Dur

Etuede in fis MollAus-Ermangelung-einer-Tabelle

Etuede in f MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in F Dur

Etuede in e MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in E Dur

Etuede in B MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in Es Dur

Etuede in d MollAus-Ermangelung-einer-TabelleEtuede in D Dur

Etuede in cis MollAus-Ermangelung-einer-Tabelle

Ich freue mich auf Rückmeldungen. Findet ihr solche Artikel und Noten zum Ausdrucken nützlich? Welche leichten Etüden spielt ihr besonders gern oder unterricht ihr mit Vorliebe?

Einen guten Start in die Woche wünscht Euch,

Eure Sandra

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5 Gedanken zu „Leichte Dreiklang-Etüde von Ludvig Schytte in 19 Dur & Moll – Tonarten zum Ausdrucken

  1. Carina

    Liebe Sandra,

    vielen Dank für die kleine Etüde! Ehrlicherweise wurde ich selber nie großartig mit Etüden „gequält“ , deshalb habe ich mich dieses Jahr etwas umgesehen und Hanon, Cramer-Bülow und Terzibaschitsch bestellt. Letztere aber noch nicht angesehen.

    Momentan finde ich Etüden für bestimmte Techniken- wie zum Beispiel Dreiklänge- ziemlich gut. Mir fehlt aber wohl noch der Überblick…

    Verwenden tue ich schon mal die ersten beiden Bände „A dozen a day“ von Edna-Mae Burnam. Wegen der Kürze kann man sich da super um Fingerhaltung, Anschlagstechniken und auch nochmal Rhythmus kümmern. Ich mache sie gern mit langsamen Schülern, da sie so neben ihrem großen Stück die kleinen schnell fertig haben. Und die niedlichen Strichmännchen finden alle super!

    Ebenfalls hab ich alle Fingerkraft-Heft von Schaum angeschafft. Eben um mal eine Übung für ein bestimmtes Problem an der Hand zu haben. Ich bin mir aber noch unsicher wie diese Stücke bei Schülern ankommen… Würde mich auch interessieren was andere da für Erfahrung haben. Ich denke für fleißige und ziemlich motivierte Schüler wären die ok.

    Zum Schluss: „Hello Mr. Gillock! Carl Czerny!“ Die Gillock-Stücke sind einfach super und nicht als Etüden erkennbar. Die gehören zu meinem festen Repertoire. An die Czerny Etüden traue ich mich nach und nach auch ran.

    Die Schytte-Etüde hab ich mir in C und F-Dur sowie in a-moll ausgedruckt. Ich denke auch für unsichere Pedalspieler ist die super. Mal gucken wann ich sie aus meiner Zaubermappe ziehen kann…

    Liebe Grüße,
    Carina

    Antworten
  2. Sophia

    Liebe Sandra,

    danke für diese Noten, ich mochte Etüden schon in meiner Querflötenzeit, deshalb hab ich mich gleich auf diesen Artikel gestürzt. Ich hab mir zum Üben das A-Moll Stück ausgesucht (ich geb zu, weil es keine Vorzeichen enthält, was natürlich so nicht ganz stimmt, weil es ja doch einige Kreuze zu beachten gilt) und hab es (als Anfänger) auch relativ gut hingekriegt. Vorallem klingt es sehr schön und man freut sich, trotz Einfachheit so eine klingende Melodie hervorgebracht zu haben.

    Darf ich dich etwas fragen? Meine Vorschreiberin Carina meint, dass diese Stücke für Pedal-Anfänger gut geeignet wären, gibt sie ihren Schülern extra an, wo und wie das Pedal zu verwenden ist, da ich am Notenblatt jetzt keinen Hinweis auf Pedaltätigkeit finden kann? Sorry, falls die Frage dumm klingt, aber ich bin eben auch nur Schülerin (wenn auch schon erwachsen) 😉 !

    Schönen Tag noch!

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Liebe Sophia,

      In der Regel wechselt man das Pedal, wenn sich die Harmonie ändert. In dieser Etüde also taktweise – im Prinzip zwischen dem ersten und dem zweiten Ton im Takt. Den Pedalgebrauch kann man in einem Stück angeben, muss man aber nicht. Wenn kein Pedal eingetragen ist, heißt das also nicht, dass man keines verwenden soll.

      Als Klavierlehrerin bespreche ich natürlich mit meinen Schülern, wann man das Pedal verwendet und wie man es benutzt bzw. wechselt. Wichtig ist, dass das Pedal erst hinzugenommen wird, wenn man ein Stück schon gut spielen und sich auf den Pedalwechsel konzentrieren kann.

      Viel Freude beim Lernen! 🙂

      Antworten
      1. Sophia

        Hallo und vielen Dank für die rasche und ausführliche Antwort, jetzt bin ich im Bilde. Werde das demnächst mal testen. Bin grad am Kochen, deshalb…tschü und danke nochmal!

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