Richtig Üben #2 – Wie lang sollte ein Lernabschnitt sein?

© Sofi photo - Shutterstock.comHallo Ihr Lieben,

heute geht es weiter mit meinen Erfahrungen und Tipps zum Thema Üben. Vielleicht enthält dieser Artikel sogar die wichtigste Aussage zum diesem Thema. Denn ich glaube, das allergrößte Problem beim Üben ist die Selbstüberschätzung der Fähigkeiten unseres Gehirns. Und damit verbunden die Wahl der Länge der Übeabschnitte und des Übetempos. Zudem ist der Fokus unserer Gedanken oft nicht bei einer bestimmten, zu übenden, Sache sondern bei vielem gleichzeitig und das funktioniert einfach nicht.

Die Lernpsychologie hält klare Empfehlungen bereit, nach denen wir uns richten können. Das betrifft einerseite die Menge an Infomationseinheiten (Chunks), die wir erfassen & uns merken können und andererseit die Länge der Speicherzeit unserers Arbeits- bzw Kurzzeitgedächtnisses. Die Frage ist natürlich, inwiefern diese Untersuchungen des kognitiven Lernens auf das Klavierspielen anwendbar ist, spielt hier doch die motorische Komponente eine große Rolle. Weiterlesen

Stück der Woche #7 – Feelings X von Sandra Labsch

Hallo Ihr Lieben,

meine Ferien haben begonnen und ich freue mich, wieder ein bisschen mehr Zeit zum Komponieren zu haben. Gerade gestern ist „Feelings X“ entstanden und heute morgen habe ich das Stück aufgenommen. Ich mag diese leicht melancholische Stimmung und ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich ausnahmsweise meine neue Komposition als „Stück der Woche“ vorstelle. Nächstes Jahr wird „Feelings X“ in der neuen Notenheft-Reihe „Love Stories“ zu finden sein. Unter zauberklavier.de/neuigkeiten erfahrt ihr mehr über geplante Hefte und die voraussichtlichen Erscheinungstermine.

Schöne Sommertage und bis ganz bald,

Eure Sandra

Quicktipp #7 – meine Klebetechnik & das beste Klebeband dafür

Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich euch meine Klebetechnik für das Zusammenkleben von mehrseitigen Klavierstücken vorstellen. Und falls ihr auf der Suche nach einem hervorragenden Klebeband seid, habe ich heute die perfekte Empfehlung für euch.

Warum ist es sinnvoll, mehrseitige Ausdrucke zusammenzukleben? Ich habe damit begonnen, als ich ein paar Jahre nach dem Studium die Kopie eines Stückes von George Gershwin gesucht habe. Die Noten waren in den USA verlegt und es war mir nicht möglich, das Heft ausfindig zu machen, aus dem diese Bearbeitung stammte. Sprich, das Stück war leider nicht mehr komplett und das blieb es bis zum heutigen Tag. Das wäre nicht passiert, wenn ich bereits damals meine Stücke zusammengeklebt hätte. Weiterlesen

Richtig Üben #1 – Warum üben so wichtig ist

Klavier üben, Übestrategien, Übetipps, Richtig ÜbenHallo Ihr Lieben,

kennt ihr das Gefühl der Enttäuschung, wenn ihr beim Erlernen eines Stückes nicht so schnell vorankommt wie ihr euch das wünscht? Oder wenn das geübte Stück beim Vorspielen im Unterricht & Konzert bei weitem nicht so gut klappt, wie gehofft und erwartet?

„Zu Hause lief es aber viel besser.“ ist ein Phänomen, welches wir alle kennen. Abgesehen von der Nervosität beim Vorspielen oder einer schlechten Tagesform gibt es einen ganz entscheidenden Grund für dieses Vorspielphänomen:

Die wenigsten Klavierspieler üben richtig. Die wenigsten wissen überhaupt, wie man richtig übt. Und die wenigsten von denen, die wissen, wie man richtig übt, tun es auch. Richtig üben ist eine Kunst. Es erfordert einiges an Wissen, Planung, Disziplin, Demut, Dankbarkeit und Selbstliebe.

Richtig Üben lohnt sich! Nicht nur für das erfolgreiche Vorankommen beim Erlernen eines Instrumentes ist es maßgeblich. Gerade bei älteren Anfängern gibt richtiges Üben wertvolle Impulse für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und es macht glücklich. Wenn man sich darauf einlässt. Weiterlesen

Stück der Woche #6 – Dolly, das geklonte Schaf“ von Gerald Schwertberger

Cover: © Doblinger 2000Hallo Ihr Lieben,

das heutige Stück der Woche heißt „Dolly, das geklonte Schaf“ und stammt aus dem Notenheft mit dem witzigen Titel „Schwarzarbeit im Tastenland„.

1. Dolly das geklonte Schaf     

Der Begriff „Schwarzarbeit“ bezieht sich einerseits auf die Verwendung der schwarzen Tasten in den Stücken und andererseits auf den Stil der Kompositionen. Im Erscheinungsjahr des Notenheftes, im Jahre 2000 um genau zu sein, durfte man Stücke dieser Art wahrscheinlich nicht bei allen Klavierlehrern „offiziell“ spielen. Unterhaltende, neue Musik war im traditionellen, klassischen Klavierunterricht lange Zeit verpönt. Weiterlesen