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Gedanken zum Unterrichten #1

© John Smith - fotolia.comHallo Ihr Lieben,

ein pädagogisch sehr anregendes Wochenende bei Susanne Hoy in Karlsruhe ist vorbei und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Klavierlehrer-Treff. Zum heutigen Artikel hat mich eine sehr schöne Diskussion innerhalb dieser Runde inspiriert. Ich möchte einen kleinen aber meiner Meinung nach sehr wichtigen Gedanken mit euch teilen, der viel in eurem Unterricht bewegen könnte.

Was sagt ihr eigentlich direkt nachdem euch ein Schüler ein Stück vorgespielt hat? Nachdem er oder sie sich mit vielleicht viel Enthusiasmus und Freude – oder aber auch mit einem unguten Bauchgefühl oder sogar ein wenig Angst – auf den Präsentierteller begeben hat. Mal gut vorbereitet und mal nicht – wenn keine Zeit oder keine Lust zum Üben war.
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Klavierlehrer-Interview #8 – Sebastian Mikolai (mit zwei tollen Klavierstücken zum downloaden)

Wo und seit wann unterrichtest Du?

Ich unterrichte seit 2008 als freier Mitarbeiter an der Musikschule Oder-Spree „Jutta Schlegel“ (http://www.musikschule-los.de) in Schöneiche bei Berlin. Derzeit sind es zwei Tage direkt in der Musikschule und ein Tag in der Grundschule Woltersdorf.

Wen und was unterrichtest Du?

Ich habe Schüler jeder Altersgruppe vom Vorschulkind bis zum Erwachsenen. Neben Klavier unterrichte ich Keyboard und Bassgitarre. Überwiegend gebe ich Einzelunterricht, leite allerdings seit einem Jahr auch die „Musikschulband“. Ich bin schon zu meiner Zeit als Musikschüler mit sehr vielen Musikstilen in Berührung gekommen, so dass ich meine Schüler sowohl mit Klassik als auch Pop und Jazz konfrontiere. Jeder soll die Chance haben, seine Lieblingsmusik(en) zu entdecken. Bei meinen Jugendlichen ist Filmmusik sehr beliebt.

Improvisation ist für mich ein spannendes Thema. Vielen Schülern fehlt der Mut „frei“ zu spielen und ich konnte noch nicht jeden überzeugen. Ich unternehme immer wieder Versuche nach unterschiedlichsten Systemen, vom freien Spiel nach einer vorgegebenen Geschichte über Blues bis hin zu akkordorientierter Improvisation. Manchmal nehme ich Ausschnitte auf und die Kinder versuchen hinterher Stellen zu entdecken, die ihnen besonders gut gefallen. Manchmal arbeiten wir diese dann zusammen zu einer Komposition aus.

Was sind Deine wichtigsten Ziele im Unterricht?

Ich lege viel Wert auf Eigenständigkeit. Ich erkläre einiges, lasse dabei aber auch viel Platz für’s selbst Entdecken. Das meiste lernt der Mensch (nachweislich) aus Fehlern, so dass ich auch schon mal jemanden 1-2 Wochen mit einem falschen Fingersatz leben lasse, bevor die Offenbarung stattfindet.

Mein Schüler müssen einiges selbst erarbeiten und wir diskutieren auch gemeinsam den ein oder anderen theoretischen Aspekt. Bei letzterem lege ich großen Wert darauf, den praktischen Nutzen sofort klarzumachen.

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Klavierlehrer-Interview #7 – Irina Woronow

© privatWo und seit wann unterrichtest Du?

Mein Name ist Irina Woronow und ich arbeite seit ca. 20 Jahren als Klavierlehrerin. In der Musikschule Grünstadt und in meinem Klavierstudio in Mannheim.

Wen und was unterrichtest Du?

Bei mir sind alle willkommen, die Klavierspielen lernen wollen – unabhängig davon, ob sie nur „für sich“ spielen möchten oder die Musik später zu ihrem Beruf machen wollen. Ich fange mit vierjährigen Kinder an bis hin zu Erwachsenen im Gruppen- und Einzelunterricht. Ich habe zwar Klassik studiert, bin aber für andere Stilrichtungen offen.

Was sind Deine wichtigsten Ziele im Unterricht?

Ich möchte mit meiner Arbeit unter anderem einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu leisten. Mir ist es wichtig, über das Musikalische hinaus, soziale und menschliche Kompetenzen zu fördern.  Weiterlesen

Klavierlehrer-Interview #6 – Julia Bantleon

Julia BantleonWo und seit wann unterrichtest Du?

Seitdem ich 2006 mein Studium in München abgeschlossen habe unterrichte ich, seit 2010 nur noch in meinem eigenen Raum in Mauer bei Heidelberg. Ganz zu Anfang meines Studiums habe ich einmal für eine Woche meine Lehrerin vertreten und hatte dann auch schon ca. 6 eigene Schüler.

Wen und was unterrichtest Du?

Ich unterrichte hauptsächlich Anfänger, die älteste ist 77, die jüngste war 4. Neben den vielen Klavierschülern gibt es auch zwei Flötenschülerinnen, die bleiben aber die Ausnahme.

Was sind Deine wichtigsten Ziele im Unterricht?

Ich möchte meinen Schülern die Freude am Musizieren vermitteln. Wenn sie sich aus eigenem Antrieb und als Ausgleich ans Klavier setzen und die Musik zu einem wichtigen Teil ihres Lebens wird, ist eines der wichtigsten Ziele erreicht. Weiterlesen

Klavierlehrer-Interview #5 – Andreas Hertel

AHertel Portrait_9483-optimiert-2015-01 AusschnittWo und seit wann unterrichtest Du?

Seit etwa 1994 gebe ich Klavierunterricht, teils privat (Unterrichtsraum in Wiesbaden), teils an Musikschulen (Musikschule Mainz, Verein zur Förderung von musikalischer Unterrichtung e.V. Schlangenbad).

Wen und was unterrichtest Du?

Mein besonderer Schwerpunkt als professioneller Jazzpianist liegt auf Jazz und jazzverwandter Musik (Pop/Rock, Blues, Boogie etc.) sowie auf Improvisation. Dies kann ich vom Anfängerniveau bis zum Hochschulniveau vermitteln. Doch auch Klassik unterrichte ich sehr gerne bis einschließlich Mittelstufe.

Von der Altersspanne ist alles dabei von Kindergartenkindern bis zu Erwachsenen im Rentenalter. Viele meiner Schüler sind Kinder und Jugendliche, die oft über Jahre hinweg sehr gerne zur Klavierstunde kommen und mit der Zeit ein gutes Fundament an pianistischem Können und Repertoire erwerben.

Ich lege besonders bei Anfängern Wert auf solide Grundkenntnisse (Technik, Notenlesen) – die Auswahl der Stilistik (modern oder klassisch) kann aber den Vorlieben der Schüler angepasst werden. Weiterlesen