Gedanken #20 – Probleme, den Bassschlüssel zu lesen?

© jpgon - fotolia.comHallo ihr Lieben,

gerade von erwachsenen Anfängern höre ich immer wieder, welche Probleme sie doch haben, die Noten des Bassschlüssels zu lesen und die linke Hand zu lernen.

Über dieses Thema habe ich mir in letzter Zeit Gedanken gemacht  und möchte diese heute zur Diskussion stellen. Einige Tipps, wie es euch leichter gelingen sollte, den F-Schlüssel zu lesen, findet ihr in Kürze in einem weiteren Teil meiner „Richtig Üben“ – Artikelreihe.

Zuallererst möchte ich euch ein anderes Verständnis für dieses Thema ans Herz legen, denn ich denke, dass die Besonderheiten unseres Gehirns eine wesentliche Rolle spielen, wenn es um das Notenlesen geht.

Unser Gehirn und die beiden Hände

Unsere beiden Gehirnhälften besitzen sehr unterschiedliche Funktionen. Die linke Gehirnhälfte ist aktiv, wenn es um analytisches und logisches Denken geht. Sie ist unter anderem für das Lesen und Schreiben zuständig und somit auch für das Dechiffrieren von Musiknotation. Damit ist erklärt, warum es uns relativ leicht fällt, die Stimme der rechten Hand zu erkennen und den G-Schlüssel zu lesen. Denn die rechten Hand empfängt ihre Impulse von der linken Seite unseres Gehirns.

Wenn wir die Noten der linken Hand lesen, dürfte es einen Widerspruch in unserem Gehirn geben. Für das Erkennen der Noten ist die linke Gehirnhälfte zuständig, aber die Steuerung der linken Hand übernimmt die rechte Gehirnhälfte. Und dieser werden Kreativität, Gefühle, Intuition, räumliches Denken und weitere wunderbare Funktionen zugesprochen aber eben nicht das Erkennen und Umsetzen von Musiknotation.

Für das Lesen und Spielen der linken Hand brauchen wir also beide Gehirnhälften gleichzeitig. Das ist sicher um einiges anstrengender als das Lesen und Spielen der rechten Hand allein. Und möglicherweise spielt es auch eine Rolle beim Lesen der linken Hand, wie gut die Gehirnhälften miteinander verbunden sind, aber das ist nur eine Spekulation meinerseits.

Warum taucht dieses Problem nun hauptsächlich bei erwachsenen Anfängern auf? Die Ausprägung der Hemisphären des Gehirns beginnt in etwa ab dem 10. Lebensjahr. Wird das Notenlesen bereits vorher geübt, dürfte es weniger Probleme geben, die linke Hand zu lesen und auch das Zusammenspiel beider Hände sollte leichter fallen.

Auch die Frage nach Links- und Rechtshändern taucht oft auf. So wie ich es verstanden habe, sind die Funktionen beider Gehirnhälfen sowohl bei Linkshändern als auch bei Rechtshändern identisch. Auch ein Linkshänder dechiffriert Noten mit seiner linken Hemisphäre. Aber es gibt einen Unterschied, ob unser Denken und Handeln eher von der linken oder der rechten Gehirnhälfte dominiert wird. Bei Rechtshändern ist die linke Seite bestimmend und bei Linkshändern die rechte. Ob es bei Frauen und Männern Unterschiede gibt, ist wohl nicht bewiesen.  Wenn ihr Lust auf einen kleinen Test habt, welche Hemisphäre bei euch dominanter ist, klickt hier (braintest.sommer-sommer.com).

Linkshänder sollten also die gleichen Problem beim Notenlesen haben wie Rechtshänder. Wenn ich mich irre, bitte ich um Korrektur.

Gespiegelte Fingerzahlen und Bewegungen

Ein weiterer Punkt, warum das Lesen und die korrekte Wiedergabe der Noten der linken Hand schwieriger ist, sind die spiegelverkehrten Fingerzahlen. Wir sind es gewohnt von links und rechts zu lesen und nicht umgekehrt. Auch wenn natürlich auch hier die Logik nicht zu übersehen ist, bin ich sicher, dass dies viele Klavierlernende verwirrt. Zumindest unbewusst.

© photolink - fotolia.com

Gespiegelte Bewegungen sind unseren Händen sehr viel vertrauter als parallele Bewegungen. Es ist viel intuitiver und leichter, in beiden Händen gleichzeitig die Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger etc. zu bewegen als gleichzeitig den Daumen der rechten und den kleinen Finger der linken, den Ringfinger der rechten und den Zeigefinger der linken usw.

TonfolgeEin kleines Experiment: legt beide Hände in einen parallelen Fünftonraum und schaut euch das Notenbeispiel an. Stellt euch vor, wie ihr die Tonfolge in der rechten Hand spielt und nun versucht es mit der linken. Zuckt bei euch auch der Daumen für den Startton?

Hat die rechte Hand schon ein gewisses motorisches Repertoire (können wir also bereits in den Fingern fühlen, was wir in den Noten sehen) ist es möglich, dass unser Gehirn für die linke Hand gespiegelt denkt bzw fühlt, wenn wir eine Tonfolge lesen.

Der Violinschlüssel im Mittelpunkt

Die meisten von uns kamen zuerst mit dem Violinschlüssel in Berührung und haben diesen mehr oder weniger intensiv geübt. Kinder mögen höhere Töne lieber, das ist kein Geheimnis. Da der Violinschlüssel für die Töne über dem eingestrichenen C zuständig ist, macht es auch zweifellos Sinn, mit diesem Notenschlüssel zu beginnen. Lieder und die Stimmen vieler kindgerechter Melodieinstrumente (Blockflöte, Xylophon) werden im G-Schlüssel notiert.

Auch am Klavier prägen sich Melodien schneller ein und sind natürlich die Essenz vieler Klavierstücke, bei denen die linke Hand „lediglich“ die Begleitung übernimmt. Ich habe immer wieder die Rückmeldung bekommen, dass besonders ältere Anfänger mit Stücken ohne Melodie gar nichts anfangen können. Diese akkordischen Stücke werden als Übungen bzw. Etüden empfunden und nicht gern gelernt. Ein Beispiel dafür wäre die Wellenmusik (mein-klavierunterricht-blog.de). „Es bleibt nichts im Ohr hängen.“ habe ich in diesem Zusammenhang oft gehört.

Steht also ein Klavierstück vor uns, werden wir intuitiv immer damit beginnen, die Melodie und somit die rechte Hand zu lernen. Klappt diese, ist vielleicht gar nicht mehr genug Motivation vorhanden, uns mit der gleichen Aufmerksamkeit um die linke Hand zu kümmern. Der größte Fehler ist dann, die linke Hand nicht einzeln zu üben, sondern sie gleich hinzunehmen zu wollen. Oder es werden direkt von Anfang an beide Hände gespielt. Von „Üben“ spreche ich hier dann gar nicht, denn weder die rechte noch die linke Hand kann so bewusst gelernt und später sicher wiedergegeben werden. (Mehr darüber, was ich unter Üben verstehe, könnt ihr in meiner „Richtig Üben„- Reihe erfahren.)

Der stiefmütterlich behandelte Bassschlüssel

Wenn der Bassschlüssel später Thema wird, wird eigentlich davon ausgegangen, dass das Prinzip Notenlesen klar ist. Extra Übungen für den F-Schlüssel gibt es selten und da die rechte Hand und der Violinschlüssel die Aufmerksamkeit naturgemäß auf sich ziehen, ist es für ältere Anfänger fast unmöglich, die nötige Leseroutine für den Basschlüssel am Klavier zu erwerben. Die linke Hand einzeln zu üben ist einfach recht uninteressant und macht wenig Spaß.

Wie stiefmütterlich der F-Schlüssel behandelt wird zeigt schon die Methode, die vielen Schülern bekannt ist. Nämlich sich vorzustellen, der zu lesende Ton stände im G-Schlüssel und dann zählt man noch zwei Töne hoch. Dass es über diesen Umweg ausgeschlossen ist, den Bassschlüssel flüssig zu lesen ist wohl klar.

© Sandra LabschWenn beide Notenschlüssel gleichzeitig eingeführt werden, haben wir ähnliche Probleme. Der G-Schlüssel hat interessantere Inhalte und bekommt meist mehr Möglichkeiten, gelesen und geübt zu werden. Damit uns nichts ablenkt, müsste die Stimme im Bassschlüssel zunächst extra notiert und so geübt werden.

Meiner Erfahrung nach ist es zudem sehr hilfreich, am Anfang des Notenlernens eine optische Verbindung zwischen den beiden Notenschlüsseln herzustellen, denn in der Klavierliteratur gibt es immer einen mehr oder weniger großen Abstand zwischen den Linien der beiden Notenschlüssel. Logisch wäre, wenn nur die Hilfslinie des eingestrichenen Cs dazwischen Platz finden würde, wie man im C-Turm sehr gut erkennen kann. Den C-Turm und noch weitere Gedanken zum Thema Notenlesen findet ihr in diesem Artikel (mein-klavierunterricht-blog.de).

Mein Fazit aus diesen Gründen und Gedanken ist klar: Seid milde zu euch, wenn es euch nicht leicht fällt, den Bassschlüssel zu lesen. Das ist normal. Der Bassschlüssel und die linke Hand brauchen mehr Aufmerksamkeit und extra Übungen.

Ich freue mich auf eure Meinung, eure Erfahrungen und Ideen, wie man die linke Hand üben kann. Vielleicht fällt euch ja direkt etwas dazu ein.

Eure Sandra

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18 Gedanken zu „Gedanken #20 – Probleme, den Bassschlüssel zu lesen?

  1. Heike Zapfe

    Liebe Sandra,

    ich habe gerade Deinen ausführlichen und wirklich sehr informativen Artikel zu Problemen mit dem Lesen des Baßschlüssels gelesen.

    Ja, auch ich kenne bei Schülern das Problem, dass sie mit den Noten der linken Hand und ihrer Zuordnung deutlichere Probleme haben als mit denen der rechten Hand bzw. des Violinschlüssels. Und das ist schon insoweit erstaunlich, weil sie ja anhand von Klavierschulen eigentlich an die Notation beider Hände und deren Umsetzung auf dem Klavier ganz gleichwertig herangeführt werden:
    Jede Klavierschule beginnt beidhändig und arbeitet sich langsam gleichzeitig(!) an neue Töne / Noten beider Hände heran, da müsste man doch meinen, dass es eigentlich keinen Unterschied geben sollte im Lernergebnis… und doch sind diese Probleme ein „Klassiker“ im Klavierunterricht.

    Deine Ausführungen zu der Verbindung von linker & rechter Gehirnhälfte im Hinblick auf Erkennen und Umsetzen von Noten lassen da schon eher eine Erklärung erkennen für dieses Phänomen ich finde sie sehr interessant und so ausführlich, wie Du sie dargestellt hast, waren sie mir nicht bekannt, danke dafür!

    Meine Lösung im Unterricht, egal, bei welchem Alter: Einen Merksatz finden für die Noten der linken Hand auf den Linien, und dann einen für die Noten der linken Hand, die im Zwischenraum liegen. ( Wird als kreative Aufgabe normalerweise gerne gemacht, da kann jeder seine Phantasie einsetzen.)
    Konkret: Die Noten g-h-d-f-a liegen auf Linie 1 -5 ; die Noten a-c-e-g- liegen in Zwischenraum 1-4 im Baßschlüssel.

    Ein Merksatz-Beispiel meiner Harry-Potter liebenden Klavierschülerin:“ G eorge h aut d en F red, a ua!“
    (für g / h /d/f/a auf den 5 Linien) – das sind meines Wissens die Zwillinge George & Fred aus Harry Potter, die sich öfter mal „kloppen“ .
    Und, weil sie die Bücher so liebt: “ A lte Z auberer e rlebten G ruseliges“ – auch in Bezug auf die Potter-Saga….. auch wenn der Z auberer natürlich eigentlich richtigerweise als „C auberer“ auftauchen müsste…. (haben wir uns als kleine kreative Freiheit einfach mal „gegönnt“, hihi…) oder:
    Eine kleine Variante für diese vier Baßschlüssel-Noten:“ a lle C amele f ressen G ras“….geht auch, auch ohne Harry Potter….

    Der Vorteil dieser Methode: Steht man mal wieder bei Einüben / Erarbeiten der linken Hand absolut auf dem Schlauch und rätselt über die Noten-Namen, wird mal eben der Satz aufgesagt und dabei die Linien abgezählt und schwupps, ist klar, dass die gesuchte Unbekannte „Gruseliges“ ist, also ein G!

    Diese Methode musste ich mal ad hoc einführen, nachdem eine Mutter mit ihrer Tochter, meiner Klavierschülerin, erkennbar gestresst zum Unterrichtsbeginn mitkam und sagte: „Sie kann sich einfach die Noten der linken Hand nicht merken! Können Sie sich da nicht mal was ausdenken? Zuhause ist immer Theater beim Üben, weil sie die Noten nicht erkennt!“

    Also haben wir die Noten auf den Linien notiert, als Buchstaben. Dann die Buchstaben in die Zwischenräume, extra natürlich. Hausaufgabe war es, sich einen Merksatz pro Liniennoten und einen für die Zwischenraumnoten auszudenken – und ob das jetzt funktionieren würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht sicher.
    Fazit heute: Ja, hat sehr gut geklappt, weil der Satz auch noch „selbstausgedacht“ war und mittlerweile schon lange nicht mehr nötig ist, bis zur Festigung der Notennamen aber so oft mal eben aufgesagt wurde und dabei abgezählt, dass sich zunehmend für das Gehirn offenbar eingeprägt hat, wer wo wie liegt & heißt.

    Ich behaupte jetzt einfach mal, es war schon eine Stresserleichterung, diesen Satz als Überbrückungshilfe überhaupt im Hinterkopf zu haben, denn damit war das „Problem“ erst mal gar keins mehr und man konnte sich sofort im Notfall auf die Lösung konzentrieren, nicht mehr auf den Stress, sich eben nicht helfen zu können und sich dabei wie unfähig vorzukommen.

    Soviel von mir zu diesem Thema an Erfahrungen und Lösungsversuchen.

    Ich habe noch einen wirklichen Tipp für Deine Sammlung an empfehlenswerten Noten:

    Heike Beckmann: „Die Libelle mit der roten Sonnenbrille“, Verlag Nogartz – feine Pop-, Blues-, Jazzstücke mittleren Schwierigkeitsgrades, mit jeweils zu jedem Stück & damit zu jeder Stilart ( Blues, Latin, Jazzwalzer, groovig-rhythmisches Stück etc.) angegebenen, zum Teil ausführlichen Erklärungen ( z.B. Bluesschema, blue-notes bei „just a little bit of blues“) oder ternärer Spielweise.
    Dieses Buch zeichnet sich durch wirklich feine, intelligente und sehr emotional- feinsinnige Stücke aus, die in kleiner Form interessante Beispiele des Jazz-Popspektrums vorstellen und dabei aber nicht auf plumpen Klischees aufbauen,- absolut empfehlenswert!

    Ich habe sie in Unna in der landesweit einzigen „Komponistinnen-Bibliothek“ entdeckt und verwende sie schon lange im Unterricht, sehr beliebt, eher was ab Pubertät, für Kinder vom notwendigen Verständnis für den emotionalen Charakter etwas zu komplex, tiefsinnig.

    Hätte mehr Aufmerksamkeit verdient, diese zeitgenössische Komponistin! So originell und freundlich-humorvoll wie der Titel sind auch die Stücke, wer mal abseits vom x-ten Hans-Günther-Heumann-Heft, etwas Gehaltvolles im Pop-Jazz-Bereich sucht: Zugreifen und spielen!!

    So, das war es für heute!

    Liebe Grüsse
    Heike Zapfe

    Antworten
  2. Susanne aus Karlsruhe

    Vielen Dank für diesen sehe informativen Artikel, liebe Sandra.

    Was du über die Linkshänder schreibst, kann ich bestätigen. Auch Linkshändern fällt es leichter, Melodien mit der rechten Hand zu spielen. Früher dachte ich immer, bei Linkshändern wäre es umkehrt und sie könnten besser mit der linken Hand spielen: Ich lasse vor allem Kinder in den ersten Klavierstunden nach Gehör spielen. Früher habe ich den Linkshändern immer gezeigt, wie sie die Melodie mit der linken Hand spielen können. Und war immer verwirrt, wenn die Schüler nach einer Weile die rechte Hand benutzten. Bis mir klar wurde, dass bei Linkshändern ebenfalls die linke Hirnhälfte für die Verarbeitung der Noten und Melodien zuständig ist. :-))

    Auch bei dem, was du über das Notensystem schreibst, kann ich dir zustimmen. Es wäre logischer, wenn die Notenzeilen wie in deiner Abbildung enger beienander stehen würden und das c1 direkt die Mitte wäre.

    Liebe Grüße nach Mannheim und einen schönen Abend
    wüscht dir Susanne

    Antworten
  3. Schneider-Funk

    Hallo Sandra.
    Ich selbst kann jetzt nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen. Ich nehme seid Juli Klavierunterricht und kann mit Stolz sagen, dass ich extrem schnell voran gekommen bin.
    Ich verstehe aber, die Problematik vieler Erwachsener. Ich denke da spielt aber nicht nur unser Gehirn eine Rolle, sondern einfach die Tatsache, dass wir gar nicht mehr den nötigen Freiraum unseres Gehirns und die Zeit haben, wie Kinder. Unser Tag ist vollgepackt mit Job, Familie, Termine, Haushalt und Freunde usw. All das beschäftigt uns von Morgens bis Abends. Wie bitte soll sich da unser Gehirn noch so etwas komplexes schnell merken können. Keine Chance.
    Man sollte sich, wenn man ein Instrument spielen lernt, wirklich den Kopfmäßigen Freiraum schaffen können . D.h. gehe ich an mein Klavier, vorher abchecken, dass man auch nicht gestört wird. Kids Bescheid geben. Telefon und Handy weit weg und dann nur ich und das Klavier. Logischerweise dann nur in kleinen Sequenzen arbeiten. Ich bin der Meinung, der Bass-Schlüssel macht genau so viel Spaß wie der F-Schlüssel. Ohne ihn bräuchte ich nicht Klavier spielen. Ohne ihn hätte ich nicht den besonderen Character eines Stückes. Dann hätte man auch Melodika lernen können.
    Genauso sollte man es den Erwachsenen vermitteln. Eine schöne Begleitmelodie ist genauso wundervoll und hat ihren Reiz wie die eigentliche Melodie.
    Wenn man die linke Hand übt, dann beim spielen die Töne laut vorsagen. Und immer wiederholen. Es ist nun mal Fakt, dass nur dann etwas ins Langzeitgedächtnis über geht, wenn es oft genug wiederholt wurde. Unsere Synapsen werden dadurch immer dicker und unsere Lernspur breiter. Auch das wurde in der Neurowissenschaften bewiesen.
    Du bist Komponisten. Kombiniere für deine Erwachsenen Schüler einfach kleine Melodien von nicht mehr als 8 Takten. Sie sehen, dass das Ende absehbar ist und der Lernerfolg ist schneller da, aber auch da geht’s ohne Wiederholung nicht.
    Mir macht mittlerweile das Basschlüssel lesen nach der kurzen Zeit kaum noch Probleme, obwohl ich über dreißig Jahre nur F-Schlüssel gelesen habe. Das kommt aber nur durch das konsequente üben, sich die Zeit nehmen und nicht ablenken lassen „wollen“ .
    Liebe Grüße Angelika

    Antworten
  4. Carina

    Liebe Sandra,

    ein wirklich sehr interessanter Artikel. Vielen Dank!

    Meine Erwachsenen scheinen aktuell keine Probleme mit dem Lesen des Bassschlüssels zu haben. Dies könnte aber daran liegen, dass sie entweder sehr erfahren sind oder meine genutzte Methode etwas anders aufgebaut ist.

    Ich verwende die „Piano Pronto“ -Methode von Jennifer Eklund. Dort wird die linke Hand recht stark als Begleit-Hand verwendet. Quinte und Sekunde lassen sich gut voneinander – quasi als Griffbilder – unterscheiden. Die zu spielenden Stücke klingen dadurch sofort „vollständig“ und das Lesen scheint auch mit weiteren Doppelgriffen (Terz, Sexte) recht gut zu funktionieren. Auch das Spielen einzelner Töne scheint mühelos. Nun bin ich sehr gespannt, wie sich meine Schüler nach den Piano Pronto-Heften anstellen. Das werde ich beobachten…

    Angelikas Idee ein paar Melodien für den Bass zu komponieren finde ich wunderbar.

    Generell verwende ich keine Merksätze wie Heike, sondern nur „Ankernoten“ : alle C´s, das F (Bassschlüssel) und das G (Violinschlüssel). Damit lässt sich der gesuchte Ton gut finden.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Carina

    Antworten
    1. Heike Zapfe

      Liebe Carina,

      Du schreibst, Du verwendest generell keine Merksätze, um die Noten der linken Hand besser herleiten zu können, sondern Ankernoten wie das „c“ oder die Notenschlüssel-Noten „f“ und „g“.

      Das mache ich auch prinzipiell, damit der „Zweitname“ der Notenschlüssel ( also „G“-Schlüssel für den Violinschlüssel und „F“-Schlüssel für den Baßschlüssel) verständlich wird und das haben meine Schülerinnen & Schüler auch alle verstanden. Trotzdem hat es sich nicht wirklich als praktische Hilfe erwiesen, dass sie dieses theoretische Wissen haben. Es erscheint ihnen wohl zu abstrakt oder zu umständlich, sich so alle anderen Noten anhand dieser Hilfestellung herzuleiten und sie vom „f“ des Baßschlüssels für die linke Hand abzuzählen. ( Das haben wir nämlich eigentlich ursprünglich immer getan, um unklare Noten namentlich zu klären).

      Darum bin ich dann auf Schüler- eigene Merksätze ergänzend zu der Vorab-Information zum G- oder F-Schlüssel gekommen: Es war ein dringend zu lösendes Problem bei einer wirklich völlig aus dem „Spiel-Gleichgewicht“ geratenen Schülerin, die akut eine Hilfestellung benötigt hat.

      Mit dem Gefühl, jetzt mithilfe ihres eigenen Merksatzes für jede Lininenote und mit dem zweiten Merksatz auch für jede Zwischenraum-Note gleich eine Lösung für „nicht-identifizierbare“ Noten zu finden, war erkennbar erst mal der „Druck“ raus, der sich bei ihr aufgebaut hatte

      Und auch wenn man den Merksätzen vielleicht nicht begeistert gegebenüberstehen mag, weil sie nicht logisch ableiten vom Baßschlüssel-g, sondern einfach zuordnen, ohne dass man darüber nachdenken muss in diesem Moment, hat sich der Erfolg aber doch als entlastend und auch erfreulich erwiesen: Diese Merksätze sind oft lustig,weil selbst „kreiert“ & geben den Schülern das Gefühl, sich selbst helfen zu können und nicht so hilflos gerade auch zuhause beim Üben zu sein und immer frustrierter zu werden.

      Natürlich ersetzt ein Merksatz nicht das Verstehen vom Aufbau einer Notenreihe, aber rein praktisch gesehen hat er bei meinen Schülern dazu geführt, dass sich einfach durch konkrete Anwendung die Notennamen eingeprägt haben. Und das fand ich erst mal am wichtigsten, dieses Ergebnis.

      (Außerdem mag ich lustige Sprach-Kreationen & für die Stimmung in der Stunde war es jedes Mal wieder sehr positiv, wenn wir über einen neuen Merksatz herhaft lachen mussten….)

      Liebe Grüsse – Heike.
      .

      Antworten
    2. Sandra Beitragsautor

      Liebe Carina,

      da die rechte Gehirnhälfte für das Erkennen von Mustern und Strukturen zuständig ist, ist es kein Wunder, dass wenige Doppelgriffe schnell und sicher erkannt werden.

      Ich bin auch gespannt, ob Dir diese Lese-Probleme noch begegnen und freue mich auf Deine Berichte.

      Liebe Grüße,
      Sandra

      Antworten
  5. Stephan

    Ich bin mir nicht sicher, aber es liest sich so, als ob ihr eure Schüler die Noten absolut lesen lassen würdet. Vielleicht würde relativ lesen weiter helfen. Also vier Töne weiter hoch, das ist dann ein h. Statt Note auf der obersten Linie liegend ist ein h.
    Als ich mal als Gitarrist aus verschiedenen Schlüsseln spielen musste, war das relative Lesen das einfachste.

    Antworten
    1. Sebastian Mikolai

      Ich habe lange Zeit auf relatives Lesen gesetzt, weil ich im Studium als Tonmeister aus allen Schlüsseln spielen können musste und festgestellt hatte, dass relatives Lesen viel nützlicher ist. So habe ich verschiedene Methoden entwickelt, das mit den Schülern zu erarbeiten und bin nach vielen Jahren wieder umgeschwenkt, weil es sich schlicht und ergreifend für 2 Schlüssel nicht lohnt.
      Der Aufwand relativ lesen zu lernen ist, insbesondere für Kinder, sehr groß. Sie haben in der Regel große Probleme mit der Vorstellung von „absolut“ und „relativ“. Dazu kommt, dass wenn sie einen Fehler machen, alles danach falsch ist. Sie hangeln nur noch von Note zu Noten und tun sich schwer damit, Zusammenhänge zu sehen.
      Mittlerweile gehe ich so ran: Im Violin-Schlüssel muss man 21 Noten (von f bis e“‘) sicher lesen können, im Bassschlüssel das gleiche. Das heißt, die Kinder müssen sich 42 Noten merken können. Das schafft jeder, man muss es schlicht und ergreifend lernen.

      Antworten
      1. Sandra Beitragsautor

        Lieber Sebastian,

        ich glaube, dass beides – das relative und das absolute Notenlesen – wichtig ist und geübt werden sollte. Bei meinen Schülern mache ich die Erfahrung, dass es ihnen viel leichter fällt, eine Melodie zu lernen, wenn sie sie relativ verstehen. Wobei ich nur Schritte und Terzen relativ lesen lasse, bei Sprünge ab einer Quarte muss der Zielton gewusst werden, sonst klappt das beim Vorspielen nicht sicher.

        Welche Materialien hast Du benutzt, um relatives Notenlesen zu üben?
        Und ab welchem Alter sind Kinder überhaupt in der Lage, relativ zu lesen? Das wäre in diesem Zusammenhang erst einmal eine wichtige Frage.

        Viele Grüße,
        Sandra

        Antworten
        1. Susanne aus Karlsruhe

          Liebe Sandra,

          das relative Notenlesen übe ich mit meinen Schülern von Anfang an, auch mit den ganz Kleinen ab einem Alter von 5 Jahren. Das klappt sogar besser als das absolute Notenlesen. Bei kleinen Kindern übe ich zunächst an einem magnetischen Notenbrett: Die Kinder legen kurze Sequenzen. Zunächst nur Tonschritte und nur auf- oder abwärts. Später dann auch mit Bewegung innerhalb der Melodie. Ich sage dabei immer an, was sie legen sollen (2 Töne nach oben, 1 Ton nach unten…) Nach dem Legen spielen die Kinder die Melodie ab. Die Kinder begreifen sehr schnell, wie das funktioniert.

          Bevor ich mit den Noten übe, müssen die Kinder aber begriffen haben, wo „oben“ und „unten“ ist. Oben wohnt der Vogel, unten der Bär. Am Klavier dann entsprechend rechts und links. Dazu auch ein paar Hörübungen, wo die Kinder Vogel und Bär unterscheiden müssen. Das geht ganz fix, meist klappt das gleich beim ersten Mal.

          Liebe Grüße
          Susanne

          Antworten
  6. Stephan

    Also mir hat das mit den Hirnhälften keine Ruhe gelassen.

    1. Der Ort, an dem Noten gelesen werden, ändert sich nicht, ob die für links oder rechts gelesen werden. Die Information müssen aber dann in die andere Hirnhälfte übertragen werden. Ob es da zu Verlusten kommt, müsste man herausfinden.

    2. Linkshänder haben gedrehte Hirne. Und sie werden als Angriff auf das Lokalistaionsmodell gesehen. Sie sind nicht sauber gespiegelt. Siehe den begriff Ambidexter. Linkshänder sollen latenter Ambidexter sein als Rechtshänder. Verwirrend bei Asiaten soll die Sprache anders lokalisiert sein als bei Europäern. Angeblich sogar in der anderen Gehirnhälfte. (Die Info ist mir aber nur einma über den Weg gelaufen.)

    3. Sollte deine Gehirnhälftentheorie stimmen, dürften bei den Cellisten, keine Lernprobleme auftreten, weil die spielen den zweiten Schlüssel mit beiden Händen.

    4. Die Cellisten haben mich auf eine weitere Idee gebracht. Der Bassschlüssel beim Klavier wird immer wie ein verkappter Violinschlüssel gelesen. Er wird abgeleitet und nicht direkt gelesen.

    Dann wie lesen Klavier Schüler die Noten? Von oben nach unten oder von unten nach oben?

    Wenn man von oben nach unten liest ergibt sich folgende Situation. Ich muss mir die obere Note merken, dann mal wieder daran erinnern, muss ich eine Terz nach oben oder unten umrechnen. Und wenn ich weiß, dass es ein C ist, was für ein C ist es? Also man ist schon mit Merken beschäftigt und muss dann noch nachdenken. Dass das eher schief geht, dürfte klar sein.

    Wenn man die Lesereihenfolge umkehrt, also von unten nach oben. Dann werden die schwer dechiffrierbaren Töne noch mit unbelastetem Hirn gelesen, die leichten Töne mit belastetem Gehirn.

    Vielleicht geht es ganz simple. Einfach massiv nur Bassschlüssel spielen.

    5. Ich wurde als Kind gezwungen Klavier zu spielen, bis ich das Klavier kaputt trat. (Bechstein-Klavier) Komischerweise meint meine Introspektion, dass kleine Finger für hohe Töne zuständig sind, egal in was für einer Hand. Soll heißen, das Tonzuordnungsmodell der rechten Hand, hat sich über das der linken gelegt. Siehe imitatives Verhalten.

    6. Zu dem Phänomen, dass Linkshänder zum Melodiespiel als Anfänger in die rechte Hand wechseln. Könnte es sein, dass Melodien für die rechte Hand anatomisch angenehmer zu spielen sind? Siehe kleiner schwacher unbeweglicher Finger. Der Anfang von „Alle meine Entchen“ ist mit rechts angenehmer als links.

    Antworten
  7. Ute

    Liebe Kollegen,

    das ist ja beruhigend, dass es bei Euch auch Probleme gibt, den Bassschlüssel zu vermitteln. Ich finde die Auseinandersetzung mit den Gehirnhälften sehr spannend und habe meinen erwachsenen Schülern den Tip gegeben, sich das mal durchzulesen.
    Aus meiner Praxis kann ich berichten, dass überhaupt das Notenlesen für viele schwierig ist. Eine Erwachsene sagte, das wäre wie chinesisch lernen. Ich habe auch mal versucht meinen Unterricht auf die relative Solmisation umzustellen. Es ist mir nicht wirklich geglückt, da ich mir zwar die Silben merken konnte, aber dann nicht die Handbewegungen. Ich finde diese Methode im Anfangsunterricht aber nach wir vor spannend.
    Bei Kindern gibt es die Möglichkeit, erstmal die relative Notation zu lernen und die einzelnen Noten erst nach und nach. Viele Klavierschulen basieren schon darauf.
    Bei Erwachsenen ist das schwieriger, da sie im absoluten Notenlesen, jedenfalls
    im Violinschlüssel, aus meiner Erfahrung schneller sind. H. Wiedemann geht manchmal so vor, dass Melodien nach dem Ohr erarbeitet werden und dann vom Schüler natürlich mit unserer Hilfe notiert werden.Weitere Ideen: es gibt doch interessante Boogiefiguren, die wir dem Schüler vermitteln könnten und dann aufschreiben lassen. Was auch Spaß macht: barocke Basslinien singen , vielleicht auch auf Notennamen und dann in den Noten nachlesen. Ich empfehle dazu „Klavier spielend lernen“, H. Wiedemann hat dort den Bass einer Chaconne notiert oder was ihr wahrscheinlich kennt: den berühmten Pachelbelkanon.

    Vielen Grüße aus Berlin
    Ute

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Liebe Ute,

      ich glaube, den Bassschlüssel zu vermitteln ist weniger das Problem, eher fehlt Material zum Üben und es mangelt auch nicht selten am sich darauf einlassen der Schüler. Während der Violinschlüssel relativ mühelos gelernt wird (weil schön klingende Melodien gelernt werden wollen), ist beim Bassschlüssel weniger Bereitschaft da und der Fokus ist nicht da, wo er benötigt wird.

      Die linke Hand muss eben einzeln geübt werden und zum Merken ist es nötig, Bausteine zu benennen. Da wären wir bei den Intervallen oder Akkorden und so bei Musiktheorie, die anfangs komplett neu und somit sehr anstrengend ist. Ich spüre wirklich oft einen gewissen inneren Widerstand und damit wird das Lernen behindert. Oder es ist auch hier das Fehlen von Arbeitsblättern und ähnlichem, welches den Lernstoff verständlich und optisch ansprechend darstellt.

      Ich denke, der beste Weg geht über das relative Notenlesen, welches regelmäßig geübt werden sollte. Ich bin dabei, Kärtchen dafür vorzubereiten, diese kommen bald auf den Blog. Und in dem Zusammenhang ist das Transponieren dieser Bausteine sehr sinnvoll, so lernt man gleich den Tonvorrat der verschiedenen Lagen und Tonarten kennen.

      Mal schauen, ob wir noch gemeinsam eine Methode finden, die bei den meisten funktioniert. 🙂

      Liebe Grüße,
      Sandra

      Antworten
  8. Stephan

    Es taucht hier schon zum zweiten Mal auf, dass Notenlesen lernen beim Klavier schwierig ist. Deswegen zum zweiten Mal, wir klassischen Gitarristen kennen das Problem nicht. Vermutlich weil es bei uns extrem langsam voran geht.

    Zu den schönen Melodien. Es gelingt den wenigsten in einer Basslinie von selbst musikalischen Sinn zu erkennen, da die Linienbildung anders funktioniert als bei Melodien.

    Ich merke das regelmäßig, wenn die Aufgabe lautet, das Stück in Einzelstimmen zu spielen. OS klingt meist gut. US sind meist unverstandene Töne.

    Bei Nachfrage kommt heraus, die Unterstimme wäre keine Musik. So was wie a-Halbe a-Halbe e-Halbe a-Halbe sind zu erst einfach in der Gegend rumstehende Töne ohne Zusammenhang.

    Nachspielen nach Gehör hilft, sodass zumindest erkannt wird, die Töne stehen nicht sinnlos da. Insbesondere interessant, wenn das erkannt ist, zu erarbeiten in was für einer Wechselbeziehung, dann US zu OS steht.

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Lieber Stephan,

      vielleicht ist es einfach so, dass sich Klavier lernen und Gitarre lernen nicht eins zu eins vergleichen lässt.

      Alle Klavierschulen fangen direkt mit beiden Notenschlüsseln an, und fast jeder Klavierlernende ist überfordert – von den einzelnen Stimmen und der Kombination aus beiden. Die Aufmerksamkeit wird permanent geteilt und so dauert alles viel länger – wenn sich denn überhaupt irgendwann eine Sicherheit einstellt. Kinder, die zweisprachig aufwachsen sprechen oft deutlich später als ihre Kameraden.

      Man müsste die beiden Notenschlüssel einzeln lernen und dafür braucht es Material.

      Meine Schüler bekommen viele Aufgaben, die Begleitung in der linken Hand zu variieren. So bauen sie ein gutes Verhältnis zu der scheinbar langweiligen „Unterstimme“ auf.

      Gruß nach Frankfurt,
      Sandra

      Antworten
  9. Schneider-Funk

    Hallo zusammen.
    Zum Thema Gehirnhälften. Nur wenn man Sequenzen, Abschnitte oder was auch immer , immer und immer wiederholt, werden diese auch in die andere Gehirnhälfte übertragen und gemeinsam im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Durch ständiges Wiederholen werden die neu verknüpften Synapsen dicker und die Lernspuren breiter. Ich merke das an meinem eigenen Übeverhalten. Was ich ständige übe und wiederhole, kann ich bei neuem Material sofort abrufen.

    Zum Thema Musik allgemein. Musik und dem damit verbundenen Noten lesen, ist eine eigene Sprache die erlernt werden muss. Genau wie „Chinesisch, Englisch usw“.

    Zum Thema Kinder und Musik.
    Wenn Kinder vom Babyalter an schon die Grundvoraussetzung, d.h. die elementaren Funktionen beigebracht bekommen würden, dann hätten sie mit Noten lesen, Notenwerten und allem damit verbundenen keine Probleme.
    Leider geht das seid vielen Jahren immer mehr verloren. Mit den Kindern wird daheim nicht mehr gesungen. Es werden keine Kniereiter oder ähnliches gemacht. Sie können dich damit kein Hör- Repertoire, keinen Grundschlag, kein Rhytmusgefühl, keine Koordination aneignen . Sie haben dadurch allein schon Probleme in Sprache und lesen. Wie sollen sie dann noch sowas komplexes wie Musik erlernen.

    Natürlich gibts auch tolle musikalische Talente. Diese lernen flott, aber sorry, dass ist nicht die Masse.

    Da muss man dann leider als Lehrer in kleinen Zielabschnitten arbeiten.

    LG Angelika

    Antworten
  10. Ute

    Liebe Sandra,
    für Kinder habe ich zum Üben des relativen Lesens reichlich Material, falls du Interesse hast, kann ich dir gerne was senden.
    Für Erwachsene eignet sich dieses Material aber nicht und Übekarten für das relative Notenlesen sind eine echte Marktlücke, ich habe schon überall danach gesucht.
    Kurz: ich würde sehr gern daran mitarbeiten, wie wollen wir den Austausch machen über Mail oder über deinen Blog?

    Liebe Grüße aus Berlin
    Ute

    Antworten

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