EPTA Seminar in Fulda #1 – Carina

© Sandra LabschDas diesjährige EPTA-Seminar steht unter dem Motto „Aller Anfang ist …“ . Ich bin das zweite Mal dabei und wieder fällt mir die kollegiale, fast familiäre Atmosphäre auf.  Die barocke Kapelle des Vonderau Museums bietet ein wirklich schönes Ambiente.

Prof. Dr. Dartsch hielt den Eröffnungsvortrag über das richtige Einstiegsalter für den Instrumentalunterricht. Da ich mich selbst seit über zehn Jahren mit diesem Thema befasse und immer wieder Schüler ab 4 Jahren unterrichte, fand ich seinen Vortrag sehr interessant. Ich möchte euch auf jeden Fall nochmal ausführlich darüber berichten. Doch so viel will ich schon verraten und kann es aus eigener Erfahrung bestätigen: der Anfang kann früh sein, doch sollte dieser aus dem eigenen Interesse des Kindes erfolgen. Entscheidend ist der Einbezug der beiden Lernformen Nachahmung und Spiel, die möglichst in einer Balance stehen sollten. Im Erstgenannten geht es um die Weitergabe von Tradition, im Folgenden steht die Sammlung individueller Erfahrungen im Vordergrund.

Bettina Schwedhelm hat sich mit ihrem Technik-Lehrgang  „Wache Finger, wache Ohren“ einer echten Mammut-Aufgabe gestellt. Die Zusammenfassung und genaue Erläuterung von pianistischen Spielbewegungen wirkt gut durchdacht und strukturiert. Neben einem Lehrerkommentar gibt es eine sehr anschauliche DVD, ich meine dies ist eine absolute Neuheit und diesem Thema förderlich. Es kann eine wichtige Ressource für Lehrer als auch ein unterstützendes Lehrwerk für Schüler sein. Die Etüden sind sehr kurz gehalten und abwechslungsreich –  dieses Werk landet auf jeden Fall in meinem nächsten Warenkorb!

Dann kamen wir zum Kampfsport-Beitrag „Aller Anfang ist ankommen“ von Shinta Kato, da konnte ich mir beim Durchlesen gar nichts drunter vorstellen. Doch es war sehr erfrischend sich von der Zen -Haltung der völlige Hingabe dann dem Üben zu nähern.  Er beschrieb knapp und anschaulich sieben Kendo – Aspekte und formulierte sie anschließend in Übegewohnheiten um. Interessant fand ich, dass es dabei besonders um die innere Haltung ging. Dabei ist der Sport und meistens ja auch unser Üben vor allem körperlich. Dieses innere Vorbereiten, die Achtsamkeit z.B. auf den Atem und die inneren Gedanken werde ich nächste Woche mal testen und auch meine fortgeschrittenen Schülern dazu ermutigen.

Hand aus Herz – der Titel „Aleatorische Etüden“ verhieß nix Gutes. Doch Paulo Alvares lies mich nochmal aufhorchen und fleißig Notizen machen.  Er nahm ca. drei Elemente wie z. B. Pentatonik, Chromatik oder ein bestimmtes Intervall. Damit baute er seine Improvisation auf. Das werde ich zu Hause mal testen, für mich selbst und ebenso mit Schülern. Diese klaren Vorgaben finde ich einschränkend und gerade deshalb befreiend. Ich stelle mir das vierhändige Spielen mit meinen Schülern sehr spannend vor und ganz nebenbei werden wichtige Griff – und Fingersatzmuster gelernt!

Heute stehen acht Vorträge und ich bin sehr gespannt. Die Bandbreite ist ordentlich und ich genieße diese neuen Anregungen.

Sandras Eindrücke könnt ihr in diesem Artikel lesen.

Carina

Mehr über Carinas Arbeit erfahrt ihr auf www.pianostudioratingen.de


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Über Carina

Klavier unterrichten ist mein absoluter Traumberuf. Mein Ziel ist ein musikalischer und motivierender Klavierunterricht, in dem sich meine Schüler wohlfühlen und stetig weiter entwickeln. Mein Diplom in Musikpädagogik habe ich 2003 an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf gemacht, seitdem unterrichte ich selbständig - inzwischen in meinem eigenen Studio.

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