Meine Spielwiese 2014

@ Carina Grüne | privatHi! Wie habt ihr die ersten Wochen im Unterricht überstanden?

Ich habe mir ein paar Gedanken zum neuen Jahr gemacht. In welchen Bereichen möchte ich mich weiter entwickeln? Was möchte ich verbessern, vertiefen oder neu entdecken? Ehrlich gesagt – ich bin voll die Planerin! Das gibt mir einfach eine Richtung, auch wenn ich weiß, dass ich nicht alles davon schaffen werde und umsetzen kann. Ich plane und lasse mich dann in diese Richtung treiben. Hoffe, dass macht irgendeinen Sinn für euch…

Hier also wild durcheinander die Bereiche, die ich anpeilen möchte:

1. Eine positive Unterrichtssprache verwenden und besser quittieren. Ich bin immer so direkt… Meine Verbesserungsvorschläge könnten schon etwas netter und weicher formuliert sein. Wenn mein Schüler zum Anfang der Stunde sein Stück vorspielt, korrigiere ich oft sofort, anstatt zuerst einen allgemeinen positiv gemeinten Kommentar abzugeben. Schrecklich! Da würde ich mich gern etwas bremsen.

2. Meine Schüler durch ein besseres Lesen unabhängig machen. Früher oder später werden sie ohne mich sein und hoffentlich weiterhin gern Klavier spielen. Sie werden neue Noten in die Finger kriegen, dafür sollen sie fit sein. Ich meine nicht nur das Notenlesen (absolut und relativ), auch das Bewusstsein für die „Eckdaten“ möchte ich schärfen. Was sagen mir Titel, Tempo, Epoche und Taktart?  Wie sieht das Notenbild auf den ersten Blick aus?

3. Das Konzept überarbeiten. Nach 10 Berufsjahren wohl einmal angebracht. Welche Hefte möchte ich in Zukunft verwenden? Es gibt so viele gut klingende und ansprechende Noten. Sandra sorgt dafür, dass meine Bestellliste unaufhörlich wächst. Zum Beispiel diesem Artikel (Neuerscheinungen Breitkopf & Härtel).  Außerdem habe ich jede Menge neue Schüler mit ganz anderen Voraussetzungen als bisher. In der Regel hatte ich 5-6jährige Anfänger, jetzt kommen 11jährige und mit denen mache ich nicht  mehr „Klavierspielen mit der Maus“. Für die ganz kleinen Kindergarten-Mäuse bastle ich an einem eigenen Konzept.

4. Kurse und Workshops anbieten. Ich stelle es mir sehr motivierend für die Schüler vor, endlich mal nicht allein! Theorie kann mit Schwung als kleiner Wettkampf vertieft werden und Rhythmus-Übungen stelle ich mir mit mehreren ziemlich lebendig und spaßig vor. Das alles kommt dem Einzelunterricht zu Gute! Denkbar ist vieles: neben Theorie, Vorspieltraining, Literaturkenntnis, die Vorbereitung auf ein Klavierkonzert, Wie bearbeite ich einen Popsong? etc.

5. Warm-ups einführen. Jeder Sportler wärmt sich als erstes auf… So ein klitzekleines bisschen Technik – vom Stück losgelöst – fände ich schon gut, um meine Lieben fit zu machen. Ich merke das bei den „Dozen a day„-Heften, die ich ab und zu verwende. Die Töne sind kein Problem und der Fokus liegt auf Bewegung, Rhythmus und Fingerhaltung.

6. Schüler im Fokus. Ich möchte weniger von Stück zu Stück denken, sondern den Schüler im Blick haben. Wie kann ich ihn noch besser fördern und selbständig machen? Was könnte ihm Spaß machen? Was wäre wichtig zu entwickeln oder zu vertiefen?

7. Komponieren. Ganz ehrlich – ich habe noch nie „richtig“ komponiert. Höchstens einmal Begleitungen für die Anfänger. Und es kommt hin und wieder vor, dass meine Schüler mir eigene Ideen vorspielen. Ich möchte gern wissen, wie ich das aufgreifen und weiterentwickeln kann. Wie man das Komponieren mit einem Schüler ausprobiert, hat Sandra hier ja toll beschrieben.

So, das wär´s fürs erste. Ich werde euch berichten, wohin es mich auf meiner Wiese treiben wird. Zuerst möchte ich mich auf die Heft-Auswahl stürzen. Es würde mich sehr interessieren, ob ihr auch bestimmte Ziele oder Schwerpunkte für die nächste Zeit ins Auge gefasst habt. Und über Literaturtipps würde ich mich sehr freuen…

Viel Freude im Unterricht wünscht

Carina

Mehr über Carinas Arbeit erfahrt ihr auf www.pianostudioratingen.de


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Ein Gedanke zu „Meine Spielwiese 2014

  1. Sandra

    Liebe Carina,

    die „A Dozen A Day“-Hefte von Edna-Mae Burnam hat mir mein Schatz gerade vom Zoll geholt. 5 oder 6 Dollar habe ich pro Heft bezahlt. Die ersten 3 Hefte gibt es mittlerweile auch als deutsche Ausgabe, wobei es meiner Meinung nach unerheblich ist, ob die Titel der Übungen deutsch oder englisch sind. 😉

    Das „A Dozen A Day“ – Mini Book und „A Dozen A Day“ – Preparatory Book sind noch einmal etwas leichter. „Play with Ease in Many Keys“ (ebenfalls aus der Serie) habe ich auch noch erhalten. Bin gespannt auf die Stücke bzw. die Übungen!

    Viele Grüße,
    Sandra

    Antworten

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