Gedanken #7 – rund um’s Aufnehmen…

Hallo Ihr Lieben,

schon am Wochenende wollte ich Euch ein weiteres Weihnachtsheft, diesmal aus den USA, vorstellen. Der Plan ist an den Aufnahmen gescheitert. Ganz einfach: ich konnte mich nicht gut genug konzentrieren, ein paar Stücke fehlerfrei einzuspielen.

Derzeit schwirrt mir zu viel im Kopf herum. Ich arbeite an meinem ersten Notenheft, nehme Kompositionsunterricht und habe einen Haufen Ideen für meinen Blog. Die Noten stapeln sich und ich habe gefühlt noch Jahre zu tun, Euch interessante Hefte vorzustellen.

Und über die Notenhefte möchte ich im Idealfall nicht nur Schreiben sondern Euch auch eine Auswahl an Stücken zum Reinhören anbieten. Das heißt, ich muss üben, guter Konzentration sein und viel Zeit zum Aufnehmen haben oder… ich brauche einen Mac und das Programm Logic Pro.

Andreas, mein Kompositionslehrer, benutzt das schon seit Jahren und hat mir Logic Pro vorgeschlagen als er hörte, dass ich manche Stücke bis zu 150 Mal aufnehmen muss, bis ich zufrieden bin.

Mit dieser Software könnte ich folgendes machen: Entweder nehme ich die Stücke auf und editiere Fehler wie Tonhöhe, Tonlänge oder Lautstärke. Oder, noch interessanter: Ich nehme die Stücke deutlich langsamer auf und ändere das Tempo im Programm. So spare ich mir Unmengen Zeit, schnelle Stücke vorspielsicher vorzubereiten.

Die Aufnahmequalität wird sich nicht ändern. Im Moment nehme ich an einem Yamaha-Silent-Flügel (Modell GC-1) analog mit einem Digitalrecorder auf. Dafür benutze ich ein Roland Edirol R-09. Damit kann ich die Stücke im Mp3 oder Waveformat aufnehmen, wobei es interessanterweise seltsame Stör-Geräusche gibt, wenn ich mp3 wähle. Also wird alles im WAVE-Format aufgenommen und wenn ich ein Stück als mp3 Aufnahme brauche wandele ich es mit „Audacity“ um. Audacity ist ein freies Aufnahme und Bearbeitungsprogramm.

Wenn ich mich für einen Mac und das Programm Logic Pro entscheide, würde die Aufnahme folgendermaßen laufen: An den Flügel kommt ein Midikabel, welches aber nicht im Computer landet, sondern in einer Midischnittstelle, „Midiinterface“ genannt. Dieses ist mit dem Mac verbunden. Ich spiele das Stück dann ein, bearbeite es und spiele es wieder in den Flügel zurück, wo ich es – wie gehabt – mit dem Roland-Edirol aufnehmen kann. Klingt komplizierter als es ist. In der Theorie zumindest. 🙂

Solche Programme gibt es natürlich auch für einen PC. Cubase ist eines davon. Das ist bei weitem nicht so günstig wie Logic Pro, welches Apple für sich aufgekauft hat. Mein Laptop hat zudem schon einige Macken – damit arbeite ich nicht mehr wirklich gern. Auch wenn der Computerspezialist neben mir plötzlich (nach gefühlten Jahren des Klagens) meint, das könnte man ändern. 😎

Grübel… Oder geht es doch günstiger und genau so gut? Bei Cyberport gibt es das MacBook pro mit Retina-Display mit 0%-Finanzierung. Das ist definitiv interessant. Aber vielleicht probieren wir doch noch aus, ob es mit einem Windows-PC auch gut funktioniert. Programme zum Testen gibt es in Hülle und Fülle.

Sponsort Mac eigentlich nette Klavierlehrerinnen? Ich komponier Euch auch was Schönes! 😆

Eure Sandra

Anzeige
Zum Shop von ZauberKlavier

2 Gedanken zu „Gedanken #7 – rund um’s Aufnehmen…

  1. Johannes

    Liebe Sandra,

    das ist zu einfach gedacht, langsam aufnehmen und schnell abspielen … der Charakter des Stückes wird sich zu sehr verändern. Meiner Erfahrung nach klappt das, wenn du auf die Schnelle eine Aufnahme brauchst, wo es nicht um die Feinheit eines Stückes geht (etwa ein Sänger, der einfach mal den Klavierpart kennen möchte bevor er in eine Probe kommt …)

    Das Editieren am Computer – finde zumindest ich – eignet sich dann besonders gut, wenn nur Kleinigkeiten am Stück zu bereinigen sind. Du hast etwa eine „perfekte“ Aufnahme und es ist blöderweise ein völlig falscher Ton drinnen … ärgerlich wenn du deshalb alles auf den Müll schmeißen musst.

    Das Editieren am Computer ist sehr zeitaufwändig und erfordert – wenn auch vieles intuitiv zu verstehen ist – einiges an Einarbeitung. Ein nur passabel eingespieltes Stück wirst du wohl nicht zufriedenstellend hinbiegen können. Dennoch solltest du dich damit auseinandersetzen. Wie viel Zeit du dir damit sparst? Ich bin gespannt, was du dann in deinem Blog schreibst …

    Liebe Grüße

    Johannes

    Antworten
    1. Sandra Beitragsautor

      Danke für Deine Gedanken, Johannes!
      Daran, dass sich der Charakter des Stückes ändern könnte, habe ich nicht gedacht.

      Am Wochenende habe ich die Gelegenheit, Logic Pro auszuprobieren. Dann sehen wir weiter…

      Liebe Grüße zurück!
      Sandra

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.