Tonleiter harmonisieren Teil 2 – klassische Akkordverbindung (mit kostenlosen Klaviernoten)

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Im zweiten Teil meiner Serie „Tonleiter harmonisieren“ stelle ich dir DIE klassische Akkordverbindung vor, die jeder Klavierspieler kennen und können sollte. Diese Akkordverbindung findest du in der linken Hand in vielen klassischen Klavierstücken. Heute werden wir mit dieser Akkordverbindung eine Tonleiter harmonisieren. Drei Varianten habe ich für dich vorbereitet. Eine davon ist der Albertibass, sozusagen Mozarts Signature-Begleitung. Höre dir gern noch einmal den Anfang der Sonata Facile von Mozart an, wenn du keine Vorstellung hast, wie der Albertibass klingt. Hier geht es zum Blogpost. Die Klaviernoten zum heutigen Artikel gibt es als kostenlosen Download im ZauberKlavier-Shop.

Im ersten Teil meiner Serie „Tonleiter harmonisieren“ erfährst du, wie eine Tonleiter harmonisiert wird und warum diese Übung so wertvoll ist. Wir haben uns dabei erst einmal auf die drei Hauptdreiklänge konzentriert und diese als Dreiklang in der Grundstellung gespielt. Dies ist gut zu verstehen und leicht zu spielen. Heute wird es ein wenig anspruchsvoller.

Die klassische Akkordverbindung
Klassische Akkordverbindung (einfache Kadenz in C-Dur)
Klassische Akkordverbindung – Kadenz

Auch die klassische Akkordverbindung besteht aus den drei Hauptdreiklängen, die du auf der ersten, vierten und fünften Stufe der Tonleiter findest. Zwei der Dreiklänge (DK) werden nun aber in einer Umkehrung (UK) gespielt. So liegen die Dreiklänge der Akkordverbindung sehr nah beieinander und das klingt ein wenig mmh… graziler und feiner.

Den Begriff „klassische Akkordverbindung“ habe ich mir ausgedacht, denn ich mag es, wenn musikalische Bausteine einen Namen haben. So kann ich am besten mit meinen erwachsenen Schülern kommunizieren. Als ich Klavierschülerin war, hätte mein Lehrer nach einer einfachen Kadenz in C-Dur gefragt. In der Quintlage, um genau zu sein. Nach diesen Begriffen kannst du im Netz suchen, wenn du noch mehr über diese Akkordverbindung wissen möchtest.

Der Septakkord
Der Septakkord auf der 5. Stufe
Klassische Akkordverbindung mit Septakkord

Der Dreiklang auf der fünften Stufe (Dominante) wird auch gern als Septakkord verwendet. In der klassischen Musik wird dem Dreiklang ein weiterer Ton hinzugefügt, der sich im Abstand einer kleinen Septime zum Grundton befindet. Der G-Dur Dreiklang G-H-D wird also durch ein zusätzliches „F“ zum Septakkord. Wir lassen die Quinte des Septakkordes weg, denn wir brauchen für unser Begleitmuster einen dreistimmigen Akkord. Die Quinte des Akkordes (hier das D) ist der Ton, auf den wir am ehesten verzichten können.

Generell kann man den Dominant-Septakkord in jedem Takt verwenden, dem die Tonika, also der Dreiklang auf der ersten Stufe folgt. In C-Dur kann also die fünfte Stufe (G-Dur) als Septakkord gespielt werden, wenn der nachfolgende Takt mit der ersten Stufe (C-Dur) harmonisiert ist.

Ich persönlich finde es allerdings wenig reizvoll, wenn es mit dem Septakord übertrieben wird. Er baut eine gewisse Spannung auf, die nach Erlösung strebt. Und diesen schönen Effekt sollte man gezielt und nicht inflationär einsetzen. In meiner Übung findest du den Septakkord an zwei Stellen. Und zwar in den beiden Takten, in denen die rechte Hand das „D“ spielt.

Tonleiter harmonisieren in drei Varianten

Die Notenbeispiele zeigen die ersten beiden Zeilen der Übung. Die Download-Datei enthält natürlich die vollständigen Stücke.

Simultan angeschlagene Akkorde

Egal auf welche Art und Weise die Töne einer Akkordverbindung im Stück angeschlagen werden (Albertibass oder anders gebrochen): übe die einzelnen Akkorde zunächst immer simultan. So kann der Akkord viel besser als Baustein abgespeichert werden. Simultan angeschlagen kannst du die Intervalle zwischen den Akkordtönen viel besser erkennen und den Verlauf der einzelnen Stimmen leichter nachvollziehen.

harmonisierte Tonleiter mit simultan angeschlagenen Akkorden
Der Albertibass

Der Albertibass ist eine der beliebtesten Klavier-Begleitfiguren der Wiener Klassik. Es gibt kaum ein Klavierstück von Mozart, in dem der Albertibass nicht zu finden ist. Die Dreiklangstöne werden in einer bestimmten Reihenfolge angeschlagen: unten, oben, mitte, oben.

harmonisierte Tonleiter mit Albertibass
Die klassische Akkordverbindung im Dreiertakt

Und hier noch eine Variante im Dreiertakt. Spiele die rechte Hand oktaviert, das klingt heller und freundlicher für diese beschwingte Begleitung.

harmonisierte Tonleiter mit gebrochenen Akkorden – im Dreiertakt

Viel Freude mit der klassischen Akkordverbindung und bleibt gesund,

Eure Sandra

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Ein Gedanke zu „Tonleiter harmonisieren Teil 2 – klassische Akkordverbindung (mit kostenlosen Klaviernoten)

  1. Ines Schwarz

    Liebe Sandra,

    du hast schon oft Klavierlehrer vorgestellt.
    Mich würde interessieren, wie denn andere Lehrer und Lehrerinnen in Corona-Zeiten mit der Situation des Klavierunterrichts umgehen. Hast du da Rückmeldung? Und wie ist es bei dir?

    Liebe Grüße aus dem Rheinland
    von Ines 🙂

    P.S.: Wo ist eigentlich dein lebensfroher Header geblieben? Ich vermisse ihn!

    Antworten

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