Beethovens „Ode an die Freude“ mit kostenlosen Klaviernoten

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Beethoven Ode an die Freude kostenlose KlaviernotenHallo ihr Lieben,

heute gibt es Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ als leichte Klavierbearbeitung mit kostenlosen Klaviernoten, einer kleinen rhythmischen Etüde und Übekärtchen mit den schwierigen Stellen. Ein großes Dankeschön an meine wunderbare Kollegin Susanne Hoy, die das Arrangement des Stückes durch ihre Ideen optimiert hat.

Neben „Für Elise“ und dem ersten Satz der „Mondscheinsonate“ ist der Anfang der „Ode an die Freude“ sicher eines der beliebtesten Stücke bei Hobby-Klavierspielern. Im Gegensatz zu den ersten beiden Kompositionen ist die „Ode an die Freude“ kein Original-Klavierstück, aber wunderbar auf diesem Instrument spielbar. Hier kommen auch Anfänger auf Ihre Kosten, wohingegen es für den 1. Satz der Mondscheinsonate oder „Für Elise“ schon einige Jahre Spielerfahrung und viel Übung braucht.

Hier ist die leichte ZauberKlavier-Version der „Ode an die Freude“:

„Ode an die Freude“ kreativ üben

Rhythmische Besonderheiten

Beginnen wir mit dem Rhythmus. Zwei rhythmische Besonderheiten sind in der Komposition zu finden. Ein punktierter Rhythmus (Punktierte Viertel mit Achtel) und eine Synkope.

Punktierter Rhythmus

Fast jeder kennt die Melodie der „Ode an die Freude“ gut, aber die Stellen mit dem punktierten Rhythmus korrekt zu spielen ist dennoch nicht selbstverständlich. Deshalb schauen wir uns den Rhythmus einmal genauer an.

Ein Punkt hinter dem Notenkopf verlängert die Note um die Hälfte ihres Wertes. Der Wert einer punktierten Viertel beträgt in unserem Stück also eineinhalb Pulsschläge. Zur besseren Vorstellung: die Viertelnote wird um den Wert einer Achtelnote verlängert. In der Notation mit Haltebogen ist dies noch besser zu erkennen.

Zusatzinfo: Ob dieser Rhythmusbaustein mit Punktierung oder mit Haltebogen notiert wird, hängt von der Position im Takt ab. Steht der punktierte Rhythmus am Anfang des Taktes (1. und 2. Pulsschlag) oder am Ende des Taktes (3. und 4. Pulsschlag), wird die punktierte Schreibweise gewählt. Wenn sich dieser Rhythmusbaustein auf dem 2. und 3. Pulsschlag befinden, wäre die Notation mit dem Haltebogen korrekt. Um den Rhythmus eines Taktes schnell erfassen zu können, ist es wichtig, den dritten Pulsschlag (also den Beginn der zweiten Takthälfte) auf den ersten Blick zu erkennen. In Beispiel zwei ist das nicht möglich.

Ich habe eine kleine Etüde komponiert, mit der sich der punktierte Rhythmus sehr gut üben lässt.

Zusatzinfo: Ich spreche die „Eins“ beim Zählen grundsätzlich in einer höheren Stimmlage. Das hilft,  den Schwerpunkt bzw. die Betonung sicher zu verankern. Das hat mehrere Vorteile.
Erstens: Ich bin überzeugt davon, dass sich ein Stück schneller und sicherer lernen lässt, wenn es durch Betonungen strukturiert wird.
Zweitens: Das Fühlen der Betonung am Taktanfang ist die Grundlage für die spätere musikalische Gestaltung eines Stückes.
Und Drittens: Wird ein Stück mit Pedal gespielt, sind die Impulse zum Pedalwechseln bereits zum Großteil richtig angelegt, wenn die Betonungen klar sind. Denn sehr oft wird das Pedal am Taktanfang gewechselt.

Synkope – Verschiebung der Betonung

In Takt zwölf beginnt die Phrase mit dem Text „alle Menschen werden Brüder…“ bereits auf dem vierten Pulsschlag (Notenbeispiel 1) und nicht – wie zu erwarten – auf dem ersten Pulsschlag des neuen Taktes (Notenbeispiel 2). Eine raffinierte Kleinigkeit mit großer Wirkung. Dieses musikalische (genauer rhythmische) Gestaltungsmittel nennt man Synkope. Eine Betonungsverschiebung. Der Anfang dieser Phrase wird vorgezogen und kommt auf einer unbetonten Zählzeit. Dieser Ton wird in den nächsten Takt hinein gehalten. Das ist überraschend und erzeugt Spannung.

Warum wird in so vielen Klavierbearbeitung diese Synkope weggelassen? Als ob es so viel schwerer ist, das „e“ auf dem ersten, statt auf dem vierten Pulsschlag zu spielen. Vielleicht mag diese Synkope dem ein oder anderen unerfahrenen Klavierspieler seltsam bzw. sogar falsch vorkommen aber ohne dieses rhythmische Extra verliert das Stück viel von seinem Reiz.

Melodische Besonderheiten

Die Melodie der „Ode an die Freude“ (zumindest der heute gewählte Ausschnitt des Stückes) befindet sich bis auf eine einzige Ausnahme im Fünftonraum. Diese Ausnahme habe ich – neben zwei schwierigen melodische Stellen in der linken Hand & dem punktierten Rhythmus – auf Übekärtchen notiert. Beschäftigt euch damit, bevor ihr das Stück von vorn übt. Schwierige Stellen brauchen mehr Aufmerksamkeit und viel mehr Wiederholungen, bis sie sitzen.

kostenlose Klaviernoten zum Downloaden

Die Klaviernoten der „Ode an die Freude“ gibt es in der Rubrik „kostenlos“ in meinem ZauberKlavier-Shop. (shop.zauberklavier.de) Den Download-Link der PDF-Datei findet ihr in der Artikelbeschreibung.

Ich wünsche euch viel Vergnügen mit Beethovens „Ode an die Freude“.

Eure Sandra

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