Interessante Neuerscheinungen – Henle

Bei Henle sind vor Kurzem drei Hefte mit Klaviersonaten von Mozart erschienen, die mich sehr interessieren. Hier die Beschreibung von Henle:

„Mozart komponierte, so unglaublich dies klingen mag, bereits als Siebenjähriger Klaviersonaten (KV 6–9). Wunderbar frische, abwechslungsreiche Musik. Wir haben diese vier Sonaten bereits in der Fassung für Klavier mit Violine im Henle-Urtext vorgelegt (HN 1077). Als reine Klaviersonaten sind sie unseres Wissens nach nie erschienen, obwohl sie als solche von Mozart im Titel selbst bezeichnet und sicher auch so gespielt wurden. Die hinzutretende Violinstimme, so bereichernd sie klangliche Akzente setzt, ist ohne Verlust entbehrlich. Eine wahre Fundgrube eher leicht zu spielender, unbekannter originaler Mozart-Musik.“

Sehr interessant dazu auch das Vorwort.

Wolfgang Amadeus Mozart
„Wunderkind“ – Sonaten Band 1
(15 Euro – 47 Seiten)

Inhalt: Klaviersonaten C-Dur KV6 – D-Dur KV7 – B-Dur KV8 & G-Dur KV9

Hier kann man im Heft blättern.

 

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart
„Wunderkind“ – Sonaten Band 2
(15 Euro – 46 Seiten)

Inhalt: Klaviersonaten B-Dur KV10 – G-Dur KV11 – A-Dur KV12 – F-Dur KV13 – C-Dur KV14 & B-Dur KV15

Hier kann man im Heft blättern.

 

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart
„Wunderkind“ – Sonaten Band 3
(15 Euro – 39 Seiten)

Inhalt: Klaviersonaten Es-Dur KV26 – G-Dur KV27 – C-Dur KV28 – D-Dur KV29 – F-Dur KV30 & B-Dur KV31

Hier kann man im Heft blättern.

 

Bei der Gelegenheit habe ich mich ein wenig über Mozart belesen, auch wenn ich mich noch nie wirklich zu seiner Musik hingezogen gefühlt habe. Die schwermütige Musik der russischen Komponisten (besonders Rachmaninov) liegt mir mehr. Wenn man locker eine Dezime greifen kann, sollte man das nutzen.  🙂   Aber vielleicht ändert sich das noch und ich möchte mich zumindest gut genug auskennen, um meinen Schülern ein paar interessante Fakten über Mozart erzählen zu können. Auf www.wolfang-amadeus.at gibt es eine Menge zu erfahren.

Das Geburtsjahr 1756 lässt sich (wegen des Zahlendrehers) nicht ganz so leicht merken wie das Jahr der französischen Revolution 1789, aber immerhin – es hat (bei mir) funktioniert. Mozart ist neben Haydn und Beethoven einer der Hauptvertreter der Wiener Klassik und die drei waren sich persönlich bekannt. Der 24 Jahre ältere Haydn war Mozart ein großes Vorbild und Beethoven (der wiederum 14 Jahre jünger ist als Mozart) verehrte diesen. 1786 reiste der junge Beethoven nach Salzburg mit dem Ziel, bei Mozart Unterricht zu nehmen. Wenige Monate später kehrte er nach Bonn zurück – unverrichteter Dinge. Am 5. Dezember 1791 stirbt Mozart und 1792 macht sich der unwissende Beethoven erneut auf den Weg nach Salzburg, um seinen Plan diesmal in die Tat umzusetzen. Seine Reise nach Österreich führte ihn schließlich zu Joseph Haydn, von dem er zwei Jahre lang Kompositionsunterricht bekommt.

Mozarts wurde auf den Namen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus getauft. Sein Rufname war aber Wolfgang.  Das griechische Theophilus ( zu deutsch: Gottlieb) hat Mozart später in seine französische Entsprechung Amadé übersetzt. Mit Wolfgang Amadé Mozart unterschrieb er wohl hauptsächlich im Erwachsenenalter, auch nur Wolfgang Mozart ist zu finden. Amadeus (die latinisierte Form von Amadé) nannte er sich nur im Scherz. Nur ein Mal erschien die Namensform Wolfgang Amadeus Mozart offiziell zu Mozarts Lebzeiten.

Als (zugezogene) Mannheimerin ist es mir natürlich nicht unbekannt, dass Mozart hier einige Monate lang gelebt hat. Zwischen Oktober 1777 und März 1778 muss das gewesen sein. Mannheim bot Musikern zu dieser Zeit hervorragende künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten und das Orchester des Mannheimer Kurfürsten Karl Theodor war für seine hohe aufführungspraktische und kompositorische Qualität weit bekannt. Das beste in Deutschland soll es gewesen sein. Die am Hofe wirkende Komponistengruppe wird als Mannheimer Schule bezeichnet und leistete am Ende des Barocks wesentliche Vorarbeit zur Entwicklung der Wiener Klassik. Mozart bewarb sich um eine Ende 1777 um eine Stelle in Mannheim, konnte aber nicht überzeugen und reiste im März 1778 nach Paris weiter. Immerhin lernte Mozart in Mannheim seine spätere Frau Kontanze Weber kennen, die er im August 1782 in Wien heiratete.

Mehr über die Mannheimer Schule und Mozart’s Zeit hier kann man zum Beispiel in diesem Artikel nachlesen (www.gerald-drebes.de). In diesem Sinne… Gute Nacht! 🙂

 

Eure Sandra

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