Gedanken #6

In wenigen Tagen gibt es diesen Blog genau ein Jahr lang.

Es bereitet mir immer noch viel Freude, meine Gedanken zu teilen und ich habe mich über positive Reaktionen und Kritik gefreut. Positive Reaktionen geben einem Selbstbewusstsein und das gute Gefühl, dass es ein paar Leute gibt, die meine Artikel interessant und inspirierend finden. Und Kritik bringt einen weiter. Beides ist wichtig.

Was mir immer noch besonders am Herzen liegt, ist das Rezensieren von Noten. Für den einen oder anderen wird dies ein Kaufhilfe sein, auch wenn es natürlich immer Leute geben wird, die meine Meinung nicht teilen. Ich möchte aber auch in keinster Weise den Eindruck wecken, dass ich meinen Ansichten Allgemeingültigkeit beimesse – es ist schlicht meine Meinung. Deshalb ist es Zeit für eine Änderung auf meinem Blog.

Je mehr ich mich mit Klavierschulen und Unterrichtsmaterialien beschäftige, umso mehr wird mir bewusst, dass es viele verschiedene Wege und Stile gibt, Klavier zu unterrichten. Mein Weg ist nur einer davon und nicht besser oder schlechter als ein anderer. Für jeden Lehrer und jeden Unterricht wird es die passenden Schüler geben. Und wenn ein Schüler doch feststellt, dass er sich bei einem Lehrer oder mit dessen Methode nicht wohlfühlt, wird er wieder gehen. Dabei wünsche ich allen Schüler, dass sie das schnell genug merken und sich nicht länger „quälen“ als nötig.

Jedenfalls, die Änderung… Dieser Blog wird in „Mein-Klavierunterricht-Blog“ umbenannt werden. „Der-Klavierunterricht-Blog“ scheint mir mittlerweile fast schon anmaßend. Ich habe mich weiterentwickelt und meine Sichtweise auf viele Dinge ebenso. Auch Dank dieses Blogs. Gleichfalls werden die Artikel in Zukunft nicht mehr ganz so lang ausfallen. Zum Beispiel möchte ich nicht mehr mehrere Notenhefte in einen Artikel packen. So gibt es immer wieder etwas Neues zu lesen.

Ich danke meinen bisherigen Lesern und hoffe, dass immer wieder Menschen hierher finden, die sich von meinen Gedanken angesprochen fühlen, die hier wertvolle Anregungen entdecken und die mich ebenso mit ihren Vorschlägen und Hinweisen inspirieren.

Ein schönes Zitat zum Thema Lernen habe ich gefunden. Ich weiß auch nicht, warum mich das gerade so anspricht, aber ich möchte es gern mit Euch teilen:

„Der erste Schritt beim Lernen ist die Liebe zum Lehrer, und im Verlauf der Zeit wird es gewiss geschehen, dass der Knabe, welcher die Wissenschaften um des Meisters willen zu lieben begonnen hatte, später an dem Meister um der Wissenschaft willen hängt. Denn so wie uns Geschenke meistens und gerade darum sehr lieb sind, weil sie von denjenigen herkommen, die uns besonders teuer sind, empfehlen sich auch die Wissenschaften denjenigen, welchen sie nach ihrem eigenen Urteile noch gar nicht gefallen können, durch die Zuneigung zum Lehrer. Ganz richtig hat darum Isokrates gesagt: „Am meisten lernt der, der gerne lernt“; man lernt aber gerne von denjenigen, die man lieb hat. Es gibt aber einige (Lehrer) von so unliebenswürdigem Wesen, dass nicht einmal ihre Frauen sie gerne zu haben vermögen: sie zeigen ein grimmiges Gesicht, ein finsteres Gebaren; sie scheinen voll Zorn, selbst wenn sie gnädig aufgelegt sind; sie können nicht gefällig sprechen, nicht den Lachenden freundlich begegnen. Man könnte wohl meinen, dass sie unter einem unfreundlichen Sterne geboren worden seien.“ Erasmus von Rotterdam (1469-1536), schweizer. Humanist

Eure Sandra

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