Notenchecker Musiktheorie & Keyboard Akkorde

In Berlin habe ich einige hübsche und praktische Musik-Accessoires entdeckt. Heute möchte ich die Notenchecker Musiktheorie & Keyboard-Akkorde vorstellen. Die kleinen Fächer mit ganz viel Wissen sind 8,5 cm lang, 3 cm breit und 2,3 cm tief. Bei Bosworth Music sind die Notenchecker im September 2011 erschienen und sie kosten 3,95 Euro.

Die Idee ist große Klasse und der Preis passt! Ich habe aber leider ein paar ungünstige bzw. falsche Formulierungen gefunden, so dass ich den Notenchecker Musiktheorie nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Aber vielleicht lässt sich der ein oder andere Punkt korrigieren. Folgende Vorschläge habe ich:

  • „Ein Violinschlüssel macht die zweite Linie von unten im Notensystem zu einem G.“
    -> Eine Linie heißt nicht G. Besser: Ein Violinschlüssel nennt man auch G-Schlüssel, da er den Ton G auf der zweiten Linie von unten anzeigt. Auch für den Basschlüssel müsste man die Formulierung ändern.
  • Eselsbrücke für die Noten in den Zwischenräumen: „Fritz aß Citronen Eis“
    -> Zitrone schreibt man mit „Z“, nicht?
  • „Eine ganze Note oder eine ganze Pause dauert jeweils vier Viertelnoten.“
    -> Die Länge einer Viertelnote ist erst durch ein Tempo definiert. Das stimmt also so nicht. Eine ganze Note dauert aber genauso lang wie vier Viertelnoten. Für die halbe Note bzw. Pause sollte die Formulierung auch geändert werden.
  • „Eine Viertelnote oder eine Viertelpause ist einen Grundschlag lang.“
    -> Auch nur die halbe Wahrheit. Das gilt zum Beispiel nicht in einem 6/8 Takt! Mein Vorschlag: Eine Viertelnote oder eine Viertelpause ist in Taktarten wie 2/4, 3/4 oder 4/4 Takt einen Grundschlag lang.
  • „Die Taktart am Anfang des Stückes zeigt an, wie viele Grundschläge es pro Takt gibt (die obere Zahl) und was für Grundschläge es sind (die untere Zahl).“
    -> Versteht jemand die zweite Formulierung? Wie wäre es mit: [… und] welche Note einem Grundschlag entspricht (die untere Zahl).
  • „Dur-Tonleitern haben folgendes Intervall-Schema: G-G-HT-G-G-G-HT.“
    -> Das ist richtig, aber an deutschen Schulen lernt man es eher so, dass zwischen dem 3.+4. und dem 7.+8. Ton die Halbtonschritte liegen.
  • Bei den nachfolgenden Tonleitern wäre die Markierung der Halbtonschritte durch einen Haken sinnvoll gewesen.
  • Die Erklärung für harmonisches und melodisches Moll fehlt.
  • „Unisono bedeutet, dass zwei Stimmen denselben Ton singen.“
    -> Ein selber Ton macht noch kein Unisono. Erst wenn mehrere aufeinander folgende Töne bzw. eine Melodie so gesungen wird, würde ich von Unisono sprechen.
  • Auch bei den Kirchentonarten würde ich mir eine Markierung der Halbtonschritte wünschen.

Das ist zum Glück die Ausnahme.

Das hätte ein schönes Noten-Rätselspiel sein können, wenn der Notenname weiter rechts und tiefer aufgedruckt wäre (so dass man ihn verdecken könnte).

Auch Akkorde sind am Beispiel von C-Dur & C-Moll (also mit dem Grundton C) notiert, so dass man sich zu den gängigen Akkordsymbolen ein Bild machen kann. Nun kann ich nachschauen, was Csus2 oder Caug bedeutet. Das finde ich sehr praktisch! Überprüft habe ich die Akkorde nicht, ich hoffe einfach, dass sich keine Fehler eingeschlichen haben.


Super finde ich den Notenchecker Keyboard-Akkorde! Der kleine ist lila (deutlicher als auf den Bildern) und bietet die komplette Palette an Akkorden als Tastenbild. So etwas habe ich schon lange gesucht! Und endlich kann ich Schülern, die sich für Lead-Sheet-Spiel & Akkordsymbole interessieren, eine Empfehlung aussprechen! 😀

Das deutsche H ist wie international gebräuchlich als B notiert.

Eure Sandra

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