Archiv für den Monat: September 2012

Anne Terzibaschitsch – Vierhändige Tastenträume

Ich muss wirklich sagen, dass ich die Stücke von Anne Terzibaschitsch sehr liebe. Ganz besonders angetan haben es mir die „Vierhändigen Tastenträume“ und die „Klaviermusik für eine Hand allein“, da es wenig Vergleichbares auf dem Markt gibt. Ihre Stücke werden vom Musikverlag Holzschuh verlegt.

Von Anne Terzibaschitsch findet man sowohl zahlreiche selbstkomponierte Stücke als auch schöne Bearbeitungen von bekannten Melodien. Es gibt Verlage, die einfach beides in einem Heft unterbringen, was mir gar nicht gefällt. Der Musikverlag Holzschuh tut das zum Glück nicht.

Die „Vierhändigen Tastenträume“ gibt es in zwei Bänden und beide sind eine großartige Bereicherung für meinen Unterricht. Meine Schüler lieben die Stücke ebenso wie ich. Weiterlesen

Bescheinigung nach §4 Nr 21a Umsatzsteuergesetz

Ein ganz wichtiges Thema für selbstständige Musiklehrer ist das Thema Steuer. Neben der Einkommenssteuer und den Sozialabgaben fällt die Umsatzsteuer an, wenn man mehr als 17.500 Euro Einnahmen im Jahr hat. Bis zu dieser Summe gilt man als Kleinunternehmer und ist umsatzsteuerbefreit.

Für Baden-Württemberg findet man folgende Seite im Internet:

Das Formular wirkt auf mich nicht wenig abschreckend, zumal ich das Gefühl habe, dass eher private Musikschulen als „Einzelkämpfer“ damit angesprochen sind. Ich habe auch Formulare im Internet gefunden, in denen man die Schüler auflisten muss, die man auf eine Prüfung (Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule etc.)  vorbereitet hat. Als selbstständig arbeitender Lehrer dürft es ziemlich schwierig sein, eine gewisse Anzahl von Schülern zu nennen, die einen musischen Beruf ergreifen wollen bzw. ergriffen haben.
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Klavier spielen lernen ohne üben zu können?

© Yarruta - Dreamstime.comIch bekomme tatsächlich immer wieder nette Anfragen von Menschen, die Klavier spielen lernen wollen ohne ein Instrument zu besitzen und diesen Gedanken auch nicht in Erwägung gezogen haben. Sprich, sie wollen Lernen ohne Üben zu können. Und ja, der gewiefte Leser erkennt eine Spur Ironie in diesem ersten Satz. Aber ersteinmal zur Beantwortung der Frage: Ein ganz klares Nein – so leid es mir tut.

Warum?

Zunächst vielleicht ein paar Gedanken zum Lernen und wie das funktioniert. Informationen kommen in unser Kurzzeitgedächtnis und werden dort ungefähr 18 Sekunden behalten, bevor sie wieder vergessen werden. Um etwas zu lernen muss man nun diese Information ins Langzeitgedächtnis bringen. Und dies geschieht durch Wiederholungen. Dabei werden die Nervenzellen im Gehirn erregt und die Enden der Nervenzellen die mit den anderen Nervenzellen interagieren (Synapsen genannt) schütten vermehrt Botenstoffe aus, vergrößern ihre Kontaktfläche und bilden Verbindungen zu den umliegenden Nervenzellen. So zumindest habe ich das verstanden. Weiterlesen